Krisenstelle für Jugendliche des Diakonie Zentrums Spattstraße in Linz

Zufluchtsort mit Gassenbank

Ins Wàki - Krisenstelle für Jugendliche der Diakonie in Linz - kommen Jugendliche in scheinbar ausweglosen Situationen. Hier können sie Hoffnung schöpfen. - Erfolgserlebnisse sammeln die Jugendlichen beim Upcycling von alten Snowboards zu coolen Bänken.

04.12.2017
Jugendliche beim ARbeiten mit alten Snowboards. Sie machen eine Gassenbank
Sandy bei der Arbeit an seiner Snowboard-Bank (Foto: Diakonie)

„Die Idee, mit Jugendlichen Bänke aus alten Snowboards zu bauen, habe ich bereits vor längerer Zeit geboren,“ erzählt Sozialpädagogin Melanie Klampferer. „Bei der praktischen Umsetzung habe ich mich an meinen Kollegen, Paulus Medicus, einen gelernten Tischler, gewandt. Nach der Konzeptentwicklung haben wir gemeinsam mit Jugendlichen die ersten Bänke gebaut. Als Material verwenden wir alte Snowboards, Holz, Lack und Hartwachsöl für den letzten Schliff“, erzählt Sozialpädagogin Melanie Klampferer.

DIe Bank ist fertig. Sie steht vor dem Waki und ist ein guter Platz zum Chillen..
Sozialpädagogin Melanie Klampferer hat sich Hilfe beim Tischler, Paulus Medicus geholt. (Foto: Diakonie)

„Mit drei Jugendlichen haben wir das Projekt gestartet. Zu Beginn gibt es eine ausführliche Einschulung an den Handmaschinen: Stichsäge, Oberfräse, Handbandschleifmaschine, Akkuschrauber und diverse Handwerkzeuge. Dann werden Materialien und Sicherheitsvorkehrungen besprochen. Gut informiert können die Jugendlichen entscheiden, welche Arbeitsschritte sie sich selbständig zutrauen und was sie gerne selber machen möchten. An zwei Stationen werden die einzelnen Arbeitsschritte ausgeführt. Da wird gesägt, gefräst, geschliffen, geschraubt und viel gelacht“, so Sozialpädagoge Paulus Medicus.

Ein sichtbarer Erfolg!

Der sichtbare Erfolg sind stylische Snowboardbänke. Der weniger offensichtliche aber umso tiefgreifendere Erfolg sind die Erfahrungen der Jugendlichen: „Sie sind gefordert, sich selbst einzuschätzen. Ihnen wird etwas zugetraut. Sie können ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und zugleich auf sich selbst und andere Acht geben. Die Burschen und Mädchen haben sichtlich Spaß an der gemeinsamen Arbeit und erleben, dass sie den Herausforderungen gewachsen sind“ freut sich Melanie Klampferer.

„Beim Bau der Bänke ist selbständiges Arbeiten gefragt. Der letzte Feinschliff ist das Einlassen und Bemalen der Bänke. Spannend sind für mich auch die Prozesse, die im Anschluss an die Fertigstellung der Bänke entstehen. Die Jugendlichen beginnen, auch die Abfallstücke kreativ zu verwerten“, ist Paulus Medicus beeindruckt.

Ein besonderer Genuss: Nach getaner Arbeit auf den gemeinsamen Werken chillen und sich am Erfolg freuen :)

Alte Snowboards willkommen!

Wer ein ausrangiertes Snowboard zur Verfügung stellen will – wir freuen uns darüber! Kontaktieren SIe uns.

Wàki - die Krisenstelle für Jugendliche der Diakonie in Linz

Seit 23 Jahren finden hier Mädchen und Burschen ab 12 Jahren Zuflucht und Hilfe. Der Zufluchtsort bietet Schutz und kurzfristige Wohnmöglichkeit in familiären und persönlichen Krisen. Hier werden Wege aus scheinbar ausweglosen Situationen gefunden. Hier wird Hoffnung geschöpft. Mehr Info hier

Logo für die Serie #OrtDerHoffnung
Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.

Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.