Soziales Engagement

„Orte des Respekts“ - diese Diakonie-Projekte sind nominiert

Die Initiative "Orte des Respekts" macht soziales Engagement in Österreich sichtbar. Der Verein Respekt.net hat jetzt die nominierten Projekt bekannt gegeben - darunter auch einige Projekte der Diakonie.

08.08.2016
Ein Bild einer Österreichkarte, die alle nominierten "Orte des Respekts" zeigt (Bild: Respekt.net)

Tag für Tag engagieren sich Tausende Menschen in Österreich für ein besseres Zusammenleben: Sei es für die Inklusion von Menschen mit Behinderung, für bessere Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern oder für die Integration von Flüchtlingen.

Dieses Engagement sichtbar zu machen, ist das Ziel der Initiative „Orte des Respekt“.

Auch 2016 rief der Verein Respekt.net, der die Initiative seit zwei Jahren umsetzt, auf, Projekte einzureichen. Zahlreiche Menschen folgten diesem Aufruf - über 800 Projekte beteiligten sich an der Aktion. Genau 449 Projekte haben es nun in die nächste Runde geschafft und sind als "Ort des Respekts 2016" nominiert. Eine interaktive Landkarte gibt einen Überblick über die Vielfalt des sozialem Engagements in Österreich.

Das sind die nominierten Projekte der Diakonie:

Café & Bistro KOWALSKI

Im Café & Bistro KOWALSKI des Diakoniewerk finden acht Menschen mit Behinderung sinnstiftende Arbeit beim Zubereiten von Speisen und Getränken und im Service. Unterstützt von einer fachlichen Begleitung sammeln sie Erfahrungen im Umgang mit KundInnen und entwickeln neue Fähigkeiten. Die soziale Integration wird gestärkt und Vorurteile werden abgebaut. Zudem wird Regionalität groß geschrieben – z.B. mit Kaffee der Privatrösterei Suchan aus Freistadt und Produkten aus Einrichtungen des Diakoniewerks.

Diakonie Forum Oberwart

Das Forum ist eine Begegungsstätte, Veranstaltungsraum und Informationszentrum im Herzen von Oberwart und eine soziale Institution. Das Diakonie Forum Oberwart wird von Diakonie Burgenland und dem Diakonie Flüchtlingsdienst gemeinsam betrieben und versteht sich als Begegnungsstätte: Für die schon länger ansässige und kürzlich zugewanderte Bevölkerung, für Flüchtlinge aus aller Welt, die im Südburgenland Zuflucht gefunden haben, für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Freiwilligen Netzwerke Salzburg

In diesem Angebot des Diakoniewerks Salzburg besuchen Freiwillige regelmäßig kostenlos SeniorInnen in ihrem Zuhause. Besuche, Spaziergänge, Hilfe in Krisensituationen und das Erfüllen langgehegter Wünsche stehen auf dem Programm. Besonders an diesem Projekt ist, dass sich seit Jahren zahlreiche Asylwerber und junge Menschen einbringen. Somit setzt das Projekt ein verbindende, integratives und generationenübergreifendes Zeichen in unserer Zivilgesellschaft.

Naturladen Oberneukirchen

Natürlich, regional, gesund und fair gehandelt –das sind die Produkte, die im Naturladen der Werkstätte Oberneukirchen von Menschen mit Behinderung angeboten werden. Sie räumen die Ware ein, beraten KundInnen und wickeln den Verkauf ab. Regelmäßig bereiten sie gemeinsam mit den Ortsbäuerinnen Aufstriche und Brote zu. Menschen mit Behinderung werden in den Arbeitsalltag eingebunden und in der Gemeinde integriert. Dabei sammeln sie Erfahrungen und stärken ihr Selbstwertgefühl und ihre Lebensfreude

Mehr Zeller Nachbarschaft in Bad Zell

Die Mehr Zeller Nachbarschaft ist ein Projekt in Bad Zell des Diakoniewerks, das das aktive Miteinander und die Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger fördert. Das alltägliche Leben soll für alle Generationen erleichtert werden. Die Initiativen reichen von einem gemeinsamen, regelmäßigen Mittagstisch für Menschen, die beim Essen oft alleine sind, über einen Fahrtendienst für jene, die nicht mobil sind, bis hin zu einem Besuchsdienst für einsame Bürgerinnen und Bürger.

Bildungszentrum BACH des Diakonie Flüchtlingsdienst in Mödling

In den Bereichen Basisbildung, Pflichtschulabschlusskurse und Bildungs-/Berufsberatung werden junge MigrantInnen, Asylwerbende sowie Asylberechtigte auf ihrem schulischen Weg begleitet und gefördert. Das Zentrum ist in vielerlei Hinsicht mehr als ein Bildungsprojekt, es ist ein soziales Projekt. Mithilfe eines Mentoringprogramms gelingt es, jeden Teilnehmenden individuell zu beraten und zu unterstützen. Das familiäre Klima und der achtungsvolle Umgang miteinander schaffen einen Ort des Respekts.

So geht es weiter

In den nächsten Wochen wählt eine Fachjury unter allen Einreichungen neun Landes- und einen Bundessieger. Im September werden die Landessieger bekanntgegeben, am 12. Oktober der Bundessieger.