Prämierter Spielfilm von Sudabeh Mortezai

„Macondo“ - ein Filmtipp

Ramasan wächst in einer Flüchtlingssiedlung am Rande von Wien auf. Sein Leben verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in die Siedlung einzieht.

10.11.2014
Ramasan ist die Hauptfigur im Film Macondo  © Filmladen Filmverleih
Ramasan wächst in einer Flüchtlingssiedlung am Rande von Wien auf (Foto: Filmladen Filmverleih)

Macondo liegt am Rande von Wien, genauer gesagt in Simmering. Es ist die älteste Flüchtlingssiedlung in Wien. Seit über 60 Jahren leben hier Flüchtlinge aus allen Teilen der Welt. Aktuell wohnen über 2.000 Menschen aus 20 Länder, die Mehrzahl aus Somalia, Afghanistan und Tschetschenien, in der Flüchtlingssiedlung. Die Diakonie berät und betreut im Gemeinwesenbüro „Basis Zinnergasse“ die BewohnerInnen von Macondo, sowie auch die AnrainerInnen aus angrenzenden Stadtteilen, damit das Zusammenleben gelingt.

Regisseurin Sudabeh Mortezai widmet ihren Film der Geschichte des elfjährigen Ramasan, der mit seiner Familie vor dem Krieg in Tschetschenien nach Wien geflüchtet ist. Das Leben des Jungen ist geprägt vom rauen Alltag in der Flüchtlingssiedlung. Ramasans Welt verändert sich, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in die Siedlung einzieht.

Macondo-Premiere in Wien

Anlässlich des Kinostarts findet am 17. November eine Sondervorstellung im Gartenbaukino Wien statt. Regisseurin Sudabeh Mortezai  wird gemeinsam mit DarstellerInnen vor Ort sein und beim anschließenden Bühnengespräch Rede und Antwort stehen.