Von Gott und der Welt

Die Sünde wider die Schöpfung

Wir tun es immer wieder. Wir sündigen.

05.08.2017
Ein Flugzeug am blauen Himmel (Foto: Pixabay)
Die globale Klimaveränderung ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Wir sind alle gefordert, etwas dagegen zu tun. (Foto: Pixabay)

Und als Christen, bekennen wir jeden Sonntag, „ dass wir gesündigt haben in Gedanken, Worten und Werken“, wie es in der Beichte im evangelischen Gottesdienst heißt. Doch mit der Vergebung nach der Beichte ist es nicht getan. Es gilt das Wort Jesu. „Deine Sünden sind dir vergeben! Geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ Die Vergebung von den Sünden soll einen Neuanfang möglich machen.

Auch ich tue es immer wieder. Auch heuer bin ich wieder in den Urlaub geflogen. Angesichts des Klimawandels, habe ich mich gegen Gottes gute Schöpfung versündigt. Jede Fernreise mit dem Flugzeug beschleunigt die Erderwärmung.

Wenn es ein Wort gibt, das den Klimawandel umschreibt, ist das wohl ‚Ungerechtigkeit‘.

Im heißen Sommer, finden die Forscher, die vor den verheerenden Folgen des Klimawandels warnen verstärktes Gehör. Der Klimawandel trifft Millionen Menschen direkt. Ihr Land verdorrt, sie sterben bei Hitzewellen, ihre Inseln versinken langsam im Ozean. „Wenn es ein Wort gibt, das den Klimawandel umschreibt, ist das wohl ‚Ungerechtigkeit‘“, zitierte der „Guardian“ den britischen Gelehrten Professor Chris Huntingford. Die, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, werden am Meisten darunter leiden.

Wir müssen uns nicht schlecht fühlen, wenn wir starke Autos fahren und weite Flugreisen unternehmen, aber wir sollten uns zukünftig genau überlegen, ob sie nötig sind. Denn niemand kann mehr sagen, wir hätten es nicht besser gewusst.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".

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