Mum & Baby-Treff

Erstellt von Roberta Rastl-Kircher, am 30. November 2016.
Tags: Familie, Kinder, Jugendhilfe
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Schlaflose Nächte, ein Baby, das viel schreit und sich schwer beruhigen lässt, niemand in der Nähe, den man fragen kann und der hilft. Beim Mum&Baby-Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen und sich bei einem gemeinsamen Frühstück mit anderen Müttern auszutauschen und mit den Kindern zu spielen.
Mütter und Babies am gedeckten Frühstückstisch im Diakonie Zentrum Spattstraße
Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen
Damit Mama-Sein gelingt
Schlaflose Nächte, ein Baby, das viel schreit und sich schwer beruhigen lässt, niemand in der Nähe, den man fragen kann und der hilft. Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen und sich bei einem gemeinsamen Frühstück mit anderen Müttern auszutauschen und mit den Kindern zu spielen.
Mütter und Babies am gedeckten Frühstückstisch im Diakonie Zentrum Spattstraße
Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen

Mittwoch früh im Diakonie Zentrum Spattstraße in Linz. Immer wieder geht die Tür zum Treffpunkt auf, und eine junge Mutter und ihr Baby kommen an. Trotz Schneeregen, und obwohl manche der Kinder noch schlafen wollten, haben sie sich auf den Weg gemacht. Sie möchten die Mutter Kind Gruppe, die hier seit Oktober alle 2 Wochen stattfindet, nicht versäumen.

„Ich komm hier so gern her, weil ich hier immer gleichgesinnte Mütter treffe, und weil mein Baby hier mit anderen Kindern spielen lernen kann“, erzählt Petra (Name geändert), die schon von Beginn an dabei ist. „Mum&Baby-Treff“ ist eine Gruppe für Mütter, die Hilfe dabei suchen, ihr junges Kind von Anfang an gut zu begleiten. „Es geht darum, dass die Bindung zwischen den Müttern und ihren Kindern gestärkt wird, denn wenn das gelingt, geht es dem Kind und der Mutter gut“, betont Andrea Brunhofer, die Leiterin der Gruppe. Denn einen guten und sicheren Rahmen für die gesunde Entwicklung eines Neugeborenen zu schaffen, ist für frisch gebackene Eltern oft nicht einfach, und gelingt auch nicht immer von alleine.

Kleine Kinder spielen, ihre Mütter schauen zu und greifen nicht ein
Wir arbeiten Bindungs-orientiert

„Wir arbeiten beim Mum & Baby-Treff sehr kindorientiert und haben von Beginn an die Gruppenregeln aus Sicht der Babys formuliert. Denn es geht darum, dass die Mütter die Bedürfnisse und Signale ihrer Kinder erkennen und besser verstehen lernen“, erklärt sie weiter. „Meine Mama schaltet das Handy aus“, oder „Meine Mama passt gut auf mich auf, und schaut auf mich“, sind die Regeln, an die sich beim heutigen Treffen auch alle jungen Frauen gut halten können.

Fixer Bestandteil der 14tägigen Treffen ist das gemeinsame "Babywatching". Die Kinder bekommen Alltagsgegenstände wie Schüsseln und Schachteln, mit denen sie experimentieren können. Die Mütter beobachten das Spiel aufmerksam ohne einzugreifen. Dadurch entsteht eine besondere Atmosphäre. Diese Ruhe lässt die Kinder konzentriert spielen. Die Mütter sind meist erstaunt wie kompetent und selbstorganisiert die Kinder sind.

Hilfe bei akuten Schwierigkeiten und für den Alltag

Hier haben die Betreuerinnen, die zu dritt in der Gruppe arbeiten, die Möglichkeit, im Einzelgespräch sofort Hilfestellung zu geben, und auch – mit Hilfe des Netzwerks der Sozialarbeit in Linz - für den Alltag Hilfe anzubieten.

Im "Mum Talk" gibt es die Möglichkeit, sich über Themen die die Mütter aktuell mit ihrem Kind beschäftigen, auszutauschen und somit seine eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Die Mütter werden in ihrem Gefühl eine gute Mutter zu sein gestärkt "es geht mir gut mit meinem Baby, und meinem Baby geht es gut mit mir“.

Warum nur Mütter, und keine Väter?

Partnerthemen werden in dieser Gruppe nicht behandelt. Da bei manchen der Frauen, die hierher kommen, gibt es keine stabile Partnerschaft, so dass zum Beispiel die Väter bzw. die väterlichen Bezugspersonen der Kinder öfter wechseln“, erklärt Andrea Brunhofer. Bei anderen gebe es Gewalterfahrungen und die Frauen brauchen zusätzlich andere Unterstützung. „Das sind Gründe, warum wir uns hier auf die sichere Bindung zwischen Mama und Kind konzentrieren“, erklärt sie.

Beim heutigen Mum&Baby-Treff werden nach dem "Baby Watching“ gemeinsam Lieder gesungen und ein Lichter-Fest gestaltet. Petra sagt „ich geh so gern hierher, es ist eine ruhige und angenehme Atmosphäre, und wenn ich heimkomme, fühle ich mich stärker und nicht mehr so alleine mit meinem Kind“.

Um diesen so geschätzten Austausch öfter zu haben, werden die Mütter werden jetzt auch eine „Whatsapp-Gruppe“ gründen. „Dann können wir uns auch privat leichter verabreden und gegenseitig besuchen“, freuen sich Nadja und Sandra. Auch die Betreuerinnen der Gruppe unterstützen das und freuen sich über die Initiative der jungen Mütter.

Die Mutter-Kind-Gruppe im Diakonie Zentrum Spattstraße wurde im Oktober 2016 parallel zu einem bereits bestehenden Angebot mithilfe einer Unterstützung der Firma HOFER ins Leben gerufen.