Entschleunigung und Kreativität

"Wir machen das Beste aus dieser Situation"

Alltag in der Corona-Krise.

07.04.2020
Wolfgang Mang von der Wohngruppe 5 des Wohnhaus de La Tourstraße
Wolfgang Mang von der Wohngruppe 5 des Wohnhaus de La Tourstraße

Die Corona-Krise hat den Alltag von uns allen verändert. Auch den Alltag von KlientInnen der Diakonie. Katja Egger-Riepl, Bereichsleitung für Menschen mit Behinderungen der Diakonie in Kärnten, gibt einen Einblick:

"Die BewohnerInnen verbringen ihre Zeit natürlich ganz anders als sonst. Aber das durchaus kreativ. Der Tagesablauf hat sich, wie bei vielen Menschen in diesen Tagen, entschleunigt.

Wir können uns ausreichend Zeit für ein gemütliches Frühstück nehmen und dabei gemeinsam den Tag planen. Auch das gute Wetter der letzten Wochen hat dazu beigetragen, dass viel Zeit in den Gärten verbracht wird.

Wir haben das große Glück, dass unsere Wohnhäuser alle mitten im Grünen sind und angeschlossene Gärten haben. Es wurde im Garten Frühjahrsputz gemacht, die Hochbeete wurden vorbereitet, es wurde das Herbstlaub zusammengerecht. Als nächstes ist das Pflanzen von Frühblühern und österliches Dekorieren geplant. Dank der Pro Ausblick Gärtnerei mit ihrem Lieferservice, werden uns Blumen, Salat und Gemüsepflanzen sowie Erde frei Haus und kontaktlos geliefert.

Die Gärten und Außenanlagen werden natürlich auch für sportliche Aktivitäten genutzt. Die BewohnerInnen spielen gerne Fußball oder Boccia, und sie kegeln gerne. Wenn das Wetter es zulässt, sind Spaziergänge und Nordic Walking sehr beliebt – und bei schlechterem Wetter gibt es auch noch den Heimtrainer, und zwar ein Fahrradergometer und ein Crosstrainer. Manchmal ist aber einfach nur gemütliches Kaffeetrinken, Plaudern und Chillen in der Frühlingssonne angesagt.

Viele Dinge können jetzt gemacht werden, für die sonst oft die Zeit fehlt. Die AssistentInnen lesen etwas vor oder spielen Gitarre, und es wird gemeinsam gesungen. Uno und Mensch ärgere dich nicht sind beliebte Brettspiele, und auch das Ipad ist treuer Begleiter im Alltag. Es wird leidenschaftlich gerne gepuzzelt, gebastelt und gemalt.

In vielen Wohngruppen kochen und backen die BewohnerInnen gemeinsam. Es ist schön, wenn man sich für die Planung, das gemeinsame Zubereiten von Mahlzeiten und das Ausprobieren neuer Rezepte ausreichend Zeit nehmen kann.

Es wird natürlich viel telefoniert, mit Angehörigen, den Großeltern und mit FreundInnen, die momentan nicht persönlich getroffen werden können. FreundInnen von unterschiedlichen Wohngruppen unterhalten sich auch von Balkon zu Balkon, das ist schön. Ich denke, wir machen einfach das Beste aus dieser Situation!“

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