Jugendliche ohne Pflichtschulabschluss brauchen Zukunftsperspektiven

Talente und Fähigkeiten und der Wunsch, diese unter Beweis zu stellen

Es sind soziale, finanzielle oder Fluchtgründe, warum manche junge Menschen in Österreich über keinen Pflichtschulabschluss und somit kaum Chancen zur Aus- und Weiterbildung verfügen. Nichtsdestotrotz schlummern in ihnen Talente und Fähigkeiten und der Wunsch, diese unter Beweis stellen zu dürfen.

17.06.2019
Junge Menschen mit vielen Talenten - und dem Wunsch, diese unter Beweis stellen zu dürfen. (Foto: Nadja Meister/Diakonie Flüchtlingsdienst)
Junge Menschen mit vielen Talenten - und dem Wunsch, diese unter Beweis stellen zu dürfen. (Foto: Nadja Meister)

Diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen will das Projekt JuBiTa (Jugend, Bildung, Talente) der Diakonie Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg ermöglichen.

Das modulare Angebot bereitet bildungsbenachteiligte Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren kompetenz- und praxisorientiert auf das Absolvieren des Pflichtschulabschlusses und einen erfolgreichen Übergang in eine weiterführende Schule oder Lehre und Beruf vor.

Laptopspende für den Lernraum

Die Vorbereitungen für die am 3. August 2019 im Diakonie Bildungszentrum in der Wiener Nobilegasse beginnenden Lehrgänge laufen auf Hochtouren. Aktuell wird unter anderem ein Lernraum ausgestattet, in dem die Teilnehmer*innen individuell den Lernstoff an vernetzten Computern üben können. Unterstützt dabei wird die Diakonie von der Unternehmensberatung Deloitte, die seit einigen Jahren Bildungsprojekte der Diakonie fördert.

Spontan stellte das Unternehmen zehn hochwertige Notebooks zur Verfügung, die Deloitte IT Senior Manager Wolfgang Scheuch der Diakonie-Projektleiterin Simina Melwisch-Biraescu vor Kurzem übergab.

Enorme Nachfrage

Für die Projektlaufzeit sind zwei Trainings-Durchgänge mit jeweils 15 Modulen geplant. Je Modul stehen 15 Plätze zur Verfügung. „Bei den Anmeldungstagen Ende Mai sind wir von Interessent*innen förmlich gestürmt worden“, berichtet Melwisch-Biraescu über die enorme Nachfrage nach den Kursen. Eine weitere Besonderheit des Projekts ist, dass es gemeinsam von Diakonie, Caritas, ABZ Austria und Interface Wien durchgeführt wird. Gefördert wird es durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.