Kindergarten und Corona

"Schön, dass ihr wieder da seid!"

Krabbelstube und Kindergarten: Neustart nach Corona-Pause.

21.05.2020
Claudia Narovnigg und Kinder
Die Giraffe soll Ängste nehmen, ist zum Kuscheln da und steht für gewaltfreies Lösen von Konflikten.

Neun Wochen waren die meisten Kinder zu Hause. Jetzt freuen sie sich, wieder da zu sein. "Jedes Kind bekommt von uns am ersten Tag, an dem es wieder zu uns kommt, ein Dankeschön", sagt Claudia Narovnigg von der Diakonie Zentrum Spattstraße in Linz (OÖ). Sie leitet die Krabbelstube NIDO und den Kindergarten für Dich und Mich. Sie nimmt ein Stoffsackerl in die Hand, das sie jedem Kind überreicht.

Eine Geschichte, die hilft

"Wie soll man etwas verstehen, das man nicht sieht? – Kinder brauchen eine gute, altersgerechte Erklärung, um zu verstehen, was Corona/Covid19 ist und warum es wichtig ist, aufeinander aufzupassen", meint Claudia Narovnigg. Deshalb bekommen die Kinder im Sackerl das Büchlein "Corona-Krise verstehen. Eine Geschichte für Kindergarten-Kinder" und einen Willkommens-Brief für Eltern und Kinder vom Kindergarten- und Krabbelstuben-Team.

Eine Giraffe und Beziehungen von Herz zu Herz

Aus dem Sackerl schaut eine kleine Stoffgiraffe. "Die Giraffe ist für die Kinder ein vertrautes Tier, das sie schon in der Zeit vor Corona bei uns kennengelernt haben. Sie soll Ängste nehmen, zum Kuscheln da sein und die Kinder – wie die Giraffe bei uns im Kindergarten – daran erinnern, trotz Corona Konflikte fair und ohne Gewalt zu lösen", sagt die erfahrene Pädagogin.

Was zu tun mit einem Sackerl zum selbst Bemalen

Weil kreative Abwechslung in Corona-Zeiten wichtig ist, können die Kinder das Stoffsackerl selbst bunt bemalen. Kinder, die einer der Corona-Risikogruppen angehören, bekommen das Geschenk entweder von einer Pädagogin/einem Pädagogen oder von den Eltern nach Hause gebracht.

Hoffnungsträgerin

Claudia Narovnigg managt in der Diakonie Zentrum Spattstraße den "Kindergarten für Dich und Mich" mit 46 Kindern und die "Krabbelstube NIDO" mit acht Kindern. Ihr ist gewaltfreie Kommunikation ein großes Anliegen. Deshalb hat sie das Modell "Giraffentraum" nach Frank und Gundi Gaschler mittels Geschichte im Kindergarten etabliert. Es folgt dem Modell zur Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Vor einiger Zeit kam eine Babygiraffe in den Kindergarten und lernte mit Hilfe der Kinder, sich "giraffisch" auszudrücken, nach den vier Schritten der Gewaltfreien Kommunikation. Claudia Narovnigg zieht dieses Modell seither wie einen roten Faden durch den Kindergartenalltag. Sie findet auch jetzt in der Krisenzeit die passenden Worte und Symbole für die Kinder.

Spenden für Corona Hilfsfonds

Die Diakonie hat einen Corona Hilfsfonds eingerichtet und bittet um Spenden:

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Passen wir aufeinander auf und lassen wir niemanden allein!

#TeamHoffnungsträger