Stadtcafé der Diakonie de La Tour

Mit verlängerter Gastro-Lehre zum erfolgreichen Abschluss

Im Stadtcafé der Diakonie de La Tour in Klagenfurt haben junge Menschen mit Lernschwierigkeiten die Möglichkeit, eine verlängerte Lehre im Gastronomiebereich zu absolvieren.

22.12.2018
Eine Tasse Kaffee (Foto: Gerhard Maurer)
Rund 70 Prozent der Jugendlichen werden erfolgreich an den ersten Arbeitsmarkt weitervermittelt - eine Erfolgsquote, die sich durchaus sehen lassen kann. (Foto: Gerhard Maurer) (Foto: Gerhard Maurer)

Gekonnt balancieren sie die schweren Tabletts voller Gläser und kleiner Flaschen vorbei an Tischen, an denen sich Menschen ausgelassen unterhalten, um den darauf wartenden Gästen ihre Bestellung zu bringen. Ein Lächeln wird ausgetauscht, leere Gläser und Teller finden ihren Weg wieder zurück aufs Tablett. Irgendwer möchte schnell bezahlen, ein anderer hat es mit seiner Bestellung besonders eilig – egal wie viel zu tun ist, die Lehrlinge haben Spaß an ihrer Arbeit. Das Stadtcafé, eine Einrichtung der Diakonie de La Tour, unterstützt junge Menschen, die eine integrative Ausbildung für gastronomische Berufe absolvieren.

Großes Ziel nach der Ausbildung: Am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen

„Wir bilden junge Menschen je nach persönlichen Voraussetzungen als teilqualifizierte Hilfskraft im Gastronomiebereich aus oder begleiten jene, die aus verschiedenen Gründen eine verlängerte Lehrzeit benötigen“, erklärt die Stadtcafé-Leiterin Gabriele Schöffmann. Insgesamt gibt es zwei Ausbildnerinnen und eine Sozialarbeiterin, die den Jugendlichen, wenn diese Hilfe benötigen, zur Seite stehen.

Bei einem „Hineinschnuppern“ in den Arbeitsbereich nach dem Motto „Learning by Doing“, merkt der Jugendliche, ob dieser für ihn überhaupt der richtige ist. „Unsere Lehrlinge sind ab dem ersten Tag beim Gast, das soll ihnen gleich die Berührungsängste nehmen“, erzählt Schöffmann aus der Praxis. Die Leiterin des Stadtcafés zeigt sich stolz darüber, dass Jugendliche, die im Stadtcafé eine Ausbildung abschließen, auch danach am Arbeitsmarkt gut unterkommen: „Zu unserer Aufgabe gehört es, die jungen Menschen auch zu vermitteln, mit circa 70 Prozent Erfolgsquote schneiden wir da ziemlich gut ab.“

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Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.