Ausbildung zur Behindertenbegleiterin

"Mir gefällt der Praxisbezug!"

Umstieg, mitten hinein in die Begleitung von Menschen mit Behinderungen

20.01.2020
 "Mir hat hier schon bei der ersten Ausbildung der Praxisbezug gefallen."
Natalia Szarvas: "Da die Lehrenden alle selber aus der Praxis kommen und wir immer wieder aktuelle Fälle besprechen können, ist der Praxisbezug wirklich hoch." Foto: © Diakonie de La Tour

Interessierte Stille und angespannte Aufmerksamkeit in einer Klasse der SOB Waiern: Infektionsprävention im Pflegebereich, ein wichtiges Thema auch für Natalia Szarvas. Für sie ist es schon die zweite Ausbildung an der SOB Waiern. Vor einigen Jahren, damals knapp über 30, stieg die gelernte Einzelhandelskauffrau aus ihrem ursprünglichen Beruf aus –  mitten hinein in die Begleitung von Menschen mit Behinderungen.

"Das Interesse am Sozialbereich war bei mir schon immer vorhanden", so Natalia Szarvas. "Damals hat es gut gepasst, einen anderen Berufsweg einzuschlagen."

Berufsbegleitende Ausbildung an der SOB Waiern

Berufsbegleitend ist sie in die SOB Waiern eingestiegen und hat den Ausbildungszweig "Behindertenbegleitung" gewählt. Schon sechs Monate und ein spannendes Praktikum später war sie Mitarbeiterin in einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen der Diakonie in Kärnten, zwei Jahre später Fachsozialbetreuerin im Bereich Behindertenbegleitung. "Und weil der Bereich der Pflege von älteren Menschen mit Behinderungen in meinem Beruf wichtiger wird, mache ich nun den Schwerpunkt Behindertenarbeit noch dazu. Hier ist nämlich auch die Ausbildung zur Pflegeassistentin mit dabei."

Begleitung von Menschen mit Behinderungen

"Meine berufliche Aufgabe ist die Begleitung von Menschen mit Behinderungen in einem Wohnhaus. Wir gestalten den Alltag und die Freizeit, bereiten gemeinsam das Frühstück vor oder machen am Wochenende gewünschte Ausflüge." Die Haltung, die auch an der SOB vermittelt wird, hilft dabei. "Wir sind Assistenten bei der selbstbestimmten Gestaltung von Lebenswegen, unterstützen die Menschen, wo es gebraucht wird und begegnen uns ganz normal", so Natalia Szarvas.

Praxisbezug und Augenhöhe

"Die Schule kann ich jedem, der eine Tätigkeit im Sozialbereich anstrebt, nur empfehlen, ich wäre ja sonst nicht ein zweites Mal hier", so Natalia Szarvas lächelnd.  "Mir hat hier schon bei der ersten Ausbildung der Praxisbezug gefallen. Die Lehrer begegnen uns auf Augenhöhe und haben immer ein offenes Ohr. Da die Lehrenden alle selber aus der Praxis kommen und wir immer wieder aktuelle Fälle besprechen können, ist der Praxisbezug wirklich hoch. Das hilft beim Verständnis der Theorie sowie beim Lösen von Herausforderungen im Arbeitsalltag. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es machbar ist, Ausbildung, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen."

Text: Hansjörg Szepannek

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