Hospizbewegung der Diakonie de La Tour

In Würde leben, in Würde sterben

Sie sind da, wenn es langsam still wird. Sie halten Hände, wischen Tränen, hören zu, schenken den Tagen Leben – die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter der Hospizbewegung Diakonie, die sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen in den allerschwersten Stunden zur Seite stehen.

05.12.2018
Seit Herbst 2018 bietet die Hospizbewegung Diakonie auch Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen.
Seit Herbst 2018 bietet die Hospizbewegung Diakonie auch Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen. (Foto: Diakonie de La Tour/Katja Koller)

Von Nikolaus Onitsch

Seit über 20 Jahren stellt sich die Hospizbewegung der Diakonie de La Tour Themen wie Leben, Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Aktuell stehen über 160 qualifizierte ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter in 18 Hospizteams in ganz Kärnten Menschen in der letzten Lebensphase sowie deren Angehörigen bei. Die verbleibenden Monate, Wochen und Stunden sollen dem schwerstkranken Menschen so lebenswert wie nur möglich gemacht werden Dafür schenken die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter ihre Zeit. Im Jahr 2017 waren es fast 18.000 Stunden.

Menschen in der Hospizbegleitung (Foto: Gerhard Maurer)
Regina Maria Kugler, Leiterin der Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen der Diakonie de La Tour und Isabella Beck, Klientin im Maria-Martha-Haus und Mitglied des Hospizteams für Menschen mit Behinderungen. Foto: Gerhard Maurer

Seit Herbst 2018 bietet die Hospizbewegung Diakonie auch Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen.

Menschen mit Behinderungen brauchen wie jeder andere Zuspruch und Halt, wenn es um den Verlust einer geliebten Person geht oder wenn sie von einer unheilbaren Krankheit betroffen sind. Bis vor kurzem gab es für Menschen mit Behinderungen keinerlei Hospizangebote. „Das hat sich zum Glück geändert“, sagt Maria Regina Kugler, Initiatorin des Projektes Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen. „Der Bedarf an Begleitungen in diesem Bereich ist hoch. Menschen mit Behinderungen leben nicht selten in Einrichtungen, sie haben oft jahrzehntelange intensive Beziehungen zu Mitarbeitern und Mitbewohnern aufgebaut. Wenn jemand aus ihrem Umfeld stirbt, fehlen ihnen oft Menschen, die ihnen professionell zur Seite stehen und mit ihnen über Krankheit und Tod sprechen, damit sie mit solch einschneidenden Situationen besser fertig werden können.“

Erstmals in Österreich entwickelte die Hospizbewegung der Diakonie de La Tour ein Konzept zum Thema „Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderungen“ inkl. Curricula für ein Fortbildungsangebot. Der Aufbaulehrgang zu diesem Thema wurde im Mai 2018 von den ersten ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleitern abgeschlossen. Seit Herbst steht nun ein Team mit speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen zur Verfügung.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Hospizbewegung der Diakonie de La Tour: www.diakonie-delatour.at/Hospizbewegung_unterstützen

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Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.