#TeamHoffnungsträger

"Gemeinsam aufeinander schauen"

Die Studentin Veronika Friedrich macht beim #TeamHoffnungsträger mit.

15.04.2020
"Salami, Milch und Briefmarken. Das ist heute in der Stofftasche für Frau R. Wir haben uns vor ein paar Tagen kennengelernt – über die Nachbarschaftshilfe der Diakonie in Salzburg."
"Salami, Milch und Briefmarken. Das ist heute in der Stofftasche für Frau R. Wir haben uns vor ein paar Tagen kennengelernt – über die Nachbarschaftshilfe der Diakonie in Salzburg."

"Salami, Milch und Briefmarken. Das ist heute in der Stofftasche für Frau R. Wir haben uns vor ein paar Tagen kennengelernt – über das #TeamHoffnungsträger bzw. die Nachbarschaftshilfe der Diakonie in Salzburg.

Ich habe im Internet davon gelesen und mir gedacht: Da mache ich jetzt einfach mit. Ich habe ein paar Daten über mich angegeben und wenige Tage später hat das Telefon geläutet.

Als wir uns das erste Mal gesehen haben, stand ihre Wohnungstür einen kleinen Spalt offen. Auf der Fußmatte lag ein Päckchen und darauf zwei Exemplare eines Mund-Nasen-Schutzes. Zu sehen war niemand. Das war schon etwas merkwürdig. Ich glaube, wir haben das mit dem Sicherheitsabstand beide sehr genau genommen (lacht).

Durch die geschlossene Tür haben wir uns dann kurz unterhalten. Und mittlerweile war ich schon ein paar Mal für Frau R. unterwegs.

Es sind meist kleinere Besorgungen, die ich für Frau R. mache. Ein paar Lebensmittel, so wie heute, etwas von der Apotheke abholen – und immer wieder auch kleine Pakete zur Post bringen.

Frau R. verschickt jetzt selbstgemachten Mund-Nasen-Schutz! Auch für mich hat sie einen genäht – den trage ich jetzt natürlich immer, wenn ich für sie unterwegs bin. Eigentlich hätte ich heute auch Gummizüge kaufen sollen, für weitere Exemplare! Aber leider gab es die nicht mehr. Die waren überall ausverkauft! (lacht)

Ich bin jung, ich brauche mir eigentlich keine allzu großen Sorgen machen. Davor, wie jetzt viele ältere Menschen mit dieser neuen Situation umgehen, habe ich großen Respekt.

Ich glaube, es ist nicht immer leicht, sich jetzt helfen zu lassen. Auch zwischen Frau R. und mir war die Annäherung etwas zaghaft. Wir lernen uns langsam besser kennen. Es kostet auch etwas Überwindung, ganz offen zu sagen: Bitte, wenn Sie auch nur eine Kleinigkeit brauchen, oder auch bloß mit jemanden reden wollen: rufen Sie mich an!

Frau R. hat versprochen, dass sie das macht. Und dann hat sie gesagt: 'Aber Sie rufen mich auch an, wenn es Ihnen nicht gut geht!'

Das finde ich so schön: dass wir gemeinsam aufeinander schauen."

Veronika Friedrich

Veronika Friedrich ist Studentin in Salzburg und macht beim Nachbarschaftsnetzwerk "Salzburg gehört zusammen" des Diakoniewerks mit.

Auch in Oberösterreich und in Wien gibt es Freiwilligennetzwerke.

Wenn auch du mitmachen möchtest: auf www.teamhoffnungstraeger.at bekommst du alle Infos!

Passen wir aufeinander auf und lassen wir niemanden alein.

#TeamHoffnungsträger

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Hoffnung geben: Freiwillig helfen

Passen wir aufeinander auf und lassen wir niemanden allein!

Unterstützen wir ältere Menschen und Menschen, die zur Risikogruppe gehören.

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