Diakonie

"Frohe Ostern - Wir bleiben dieses Jahr zu Hause!"

Ostern trotz räumlicher Distanz

13.04.2020
Josefa zeigt uns, was sie zu Hause gemacht hat.

Osterzeit und Corona-Krise: Wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie, Bewohnerinnen und Bewohner, Schülerinnen, Schüler und Kindergartenkinder, Familien und Angehörige der ungewöhnlichen Herausforderung begegnen.

SchülerInnen des Evangelischen Gymnasiums Wien Erdberg besuchen die BewohnerInnen der Hausgemeinschaften Erdbergstraße der Diakonie - bisher persönlich, nun in Briefen, Fotos, Zeichnungen und Gedichten.

Lily aus der Klasse 1D schickt zum Beispiel ein Foto, in dem sie und ihre MitschülerInnen als Blumen verkleidet sind: "Hier sende ich euch ein Foto von unserem wunderschönen Sonneblumenfeld!" Wie wir alle hofft sie, dass die Corona-Zeit bald vorbei ist und freut sich auf ein Wiedersehen (mit ganz vielen Rufzeichen!!!!!!).

Und die BewohnerInnen der Hausgemeinschaften Erdbergstraße schicken den SchülerInnen ebenfalls Osterbotschaften! Auch wenn sie sich, wie wir alle, ein gemeinsames Familienfest wünschen, sind auch sie überzeugt: Heuer muss es eben anders sein.

Deswegen: "Frohe Ostern - Wir bleiben dieses Jahr zu Hause!"

Das Diakoniewerk hat übrigens eine Website eingerichtet, auf der man Grüße, Zeichnungen oder Nachrichten an liebe Angehörige in einem ihrer Häuser schicken kann.

Um die Menschen zu schützen, die dem Coronavirus am meisten ausgesetzt sind, sind Besuche in Senioren-Einrichtungen nicht mehr erlaubt. Das ist eine große Herausvorderung - für die MitarbeiterInnen und ganz besonders natürlich für die BewohnerInnen und ihre Angehörigen.

Im Haus St. Peter, einem Altenwohn- und Pflegeheim der Diakonie in Kärnten, lässt man sich die Freude am Osterfest trotzdem nicht nehmen: Spaziergänge im Sonnenschein, Eierlikör, Ostereierfärben und Spaß mit den Kaninchen, die im Garten wohnen.

"Wir feiern Ostern heuer etwas intimer, etwas anders. Aber wir feiern Ostern", sagt Evelin Lubi, Kompetenztrainerin im Haus St. Peter. Ein Brauchtum gibt Struktur, Sicherheit und auch Geborgenheit. Deswegen ist auch die Osterzeit jetzt so wichtig.

"Vor ein paar Tagen haben wir die Palmweihe gemacht. Nicht wie sonst in großer Runde im Garten, sondern einzeln, in jedem Zimmer. Es war sehr andächtig und feierlich", erinnert sich Lubi.

Und eigentlich, sagt sie, "eigentlich noch schöner, als sonst."

Im Theaterensemle Malaria finden derzeit leider keine Proben statt. Das bedeutet: Viel Zeit zu Hause. Kreativ sind die KünstlerInnen natürlich trotzdem. Ruth Oberhuber hat uns zum Beispiel ein Gedicht in Form einer Videobotschaft geschickt.

Und Kurt E. hat sich gemeinsam mit seinen MitbewohnerInnen in der teilbetreuten Wohngemeinschaftt der Diakonie auf Ostern vorbereitet. Dabei ist diese besondere Osterkrippe entstanden, die Tod und Auferstehung gleichauf symbolisiert.

Auch in der JUNO, einer Jugendnotschlaftstelle der Diakonie in Kärnten, wird Ostern gefeiert - trotz Corona. Die JUNO hat nun durchgehend geöffnet.

"Wir färben Eier, es wird gebastelt. Und natürlich wird es für alle Osternester geben! So, als wäre Corona nicht", sagt Marie Danko, Teamleitung der JUNO."Diese Momente der Normalität sind ganz wichtig: Sie lassen alles andere vergessen. Man freut sich, ist entspannter."

Plaudern, Spazierengehen, Ostereierfärben: "Es sind jetzt so oft die Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben."

Für die Schulen und Kindergärten ist die Osterzeit jetzt natürlich auch etwas anders als sonst. "Einmal in der Woche gibt es ein Home-KiGa-Online-Package, das wir per E-Mail an die Eltern verschicken", sagt Helene Lux, Leiterin des Kindergartens hamburgerstraße in Wien. "Wir bemühen uns, diese sehr abwechslungsreich zu gestalten und bieten den Eltern und Kindern Lieder, Fingerspiele, Kreativideen, Rezepte, Bewegungsgeschichten, Experimenten uvm."

Was Josefa zu Hause gemacht zeigt sie uns im Foto.

Die Diakonie hat einen Corona Hilfsfonds eingerichtet und bittet um Spenden:

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Passen wir aufeinander auf und lassen wir niemanden allein!

#TeamHoffnungsträger