Auch AmberMed kann jetzt nicht mehr helfen

Frau J. steht schwanger vor unüberwindlichen Hindernissen

Lorena J. aus Angola ist schwanger und HIV positiv - Und sitzt jetzt auch noch in Schubhaft...

19.02.2020
Vorbereitung auf die Geburt Foto: Nadja Meister
Frau J. ist schwanger und HIV positiv (SYMBOLBILD) (Foto: Nadja Meister)

In freudiger Erwartung auf ihr erstes Kind suchte Lorena J.*, eine junge Frau aus Angola, AmberMed auf. Nach der Blutabnahme im Zuge der Mutter-Kind-Pass Untersuchung kam dann die erschütternde Diagnose: Frau J. ist HIV positiv.

Frau J. wurde sofort an die Aids Hilfe weitergeleitet, wo sie medikamentös eingestellt wurde. Bei AmberMed erfolgten weiterhin alle vorgesehenen Mutter-Kind-Pass Untersuchungen.

Durch die ärztliche Leitung von AmberMed Frau Dr. Matal konnte ein Geburtsplatz in einem Wiener Krankenhaus organisiert werden. Sollte die Viruslast weiter abnehmen, wäre es sogar möglich, dass Frau J. ihr Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen kann.

Doch neben der schweren Diagnose hat Frau J. ein weiteres Problem:

Frau J. hat im Mai 2019 einen negativen Asylbescheid erhalten. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, einem anerkannten Flüchtling und Vater des Ungeborenen, versuchte Frau J. alle Möglichkeiten, um doch noch ein Aufenthaltsrecht in Österreich zu erhalten.

Im Februar 2020 wurde ihr dann ein Strich durch die Rechnung gemacht – Frau J. kommt in Schubhaft. Seitdem wartet Frau J. auf ihre Abschiebung nach Portugal, ihrem Ersteinreiseland. Sie weiß nicht wann sie ihren Lebensgefährten und Vater ihres ungeborenen Kindes wiedersehen wird um gemeinsam als Familie zu leben.

AmberMed leistet unverzichtbare Hilfe für Kinder ohne Krankenversicherung.

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