Wohngemeinschaft für SeniorInnen

Fokus auf Menschen mit Demenz

In Oberwart gibt es seit einem Jahr ein Demenzzentrum, besser gesagt eine Senioren-Wohngemeinschaft. Bis zu 24 Menschen können dort gemeinsam ihren Alltag verbringen. Dabei werden sie rund um die Uhr von Diakonie-MitarbeiterInnen betreut.

07.12.2018

"Da bin i gut aufgehoben, weil da wird auf mich geschaut," erzählt eine Bewohnerin der Senioren-Wohngemeinschaft der Diakonie Burgeland.

Das Wohnzentrum für Senioren hat die Diakonie Südburgenland in Kooperation mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) und der Evangelischen Pfarrgemeinde Oberwart errichtet. Die Einrichtung in Oberwart, deren Schwerpunkt auf Patientinnen und Patienten mit Demenzerkrankung liegt, umfasst zwei Wohngemeinschaften im Erdgeschoß für insgesamt 24 Mieterinnen und Mieter. Für sie ist eine ganztägige Betreuung gewährleistet. Ergänzt wird das Projekt um 15 betreubare Wohneinheiten im Obergeschoß des Gebäudes. Hier erfolgt die Betreuung auf Wunsch der Mieter und Mieterinnen mobil.

Das sei eine Wohnform, in der die Menschen modern und barrierefrei wohnen könnten, betonte die Geschäftsführerin der Diakonie Burgenland, Pfarrerin Sieglinde Pfänder, am 31. Oktober bei einer Pressekonferenz in Oberwart. Man könne ein Apartment mieten und dann die jeweilige Betreuung zukaufen, die man in Anspruch nehmen möchte. „Wichtig waren uns dabei Individualität, Professionalität, ein familiäres Umfeld und bestmögliche Betreuung. Heraus kam dieses Projekt, das in Österreich als Pilotprojekt eine Vorreiterrolle spielen wird“, ist Marc Seper, Geschäftsführer der Diakonie Südburgenland, überzeugt. Der Fokus des neuen Projekts richte sich darauf, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung ein Leben in einer überschaubaren Gemeinschaft zu ermöglichen. Im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten können sie sich an der Erledigung alltäglicher Arbeiten beteiligen. Dadurch würden „individuelle Ressourcen und Fähigkeiten besonders gefördert“.

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Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.