Von Gott und der Welt

Die Stärke der Gemeinschaft

Der Klimawandel sorgt weltweit für immer heftigere Katastrophen.

24.11.2018

Die Direktorin der Diakonie, Maria Katharina Moser hat bei ihrer Einführung ins Amt eine Geschichte erzählt, wie Menschen in Sito, einem philippinischen Dorf, beim Taifun Hayan darauf reagierten.

Die wichtigste Frage war: Wohin soll man sich flüchten im Katastrophenfall? Das Evakuierungs-Komitee hat verschiedene Möglichkeiten überprüft. Meistens flüchtet man sich in die Schule. Aber die DorfbewohnerInnen meinten, die Schule ist nicht fest genug gebaut. Sie hatten Recht. Der Taifun Haiyan hat die Schule weggeblasen.

Die Wahl des Evakuierungs-Komitees fiel auf das Haus von Federico Arias. Es ist fest gebaut und steht relativ windgeschützt. Mehr als 150 Leute haben in Federicos Haus auf ca. 40 m2 ausgeharrt und gewartet, dass der Sturm vorüber geht. Das Haus war so vollgestopft mit Leuten, dass viele stehen mussten. Nur die Alten und die Kinder konnten sitzen.

Es wird Zeit, dass auch die Weltgemeinschaft zusammensteht und die Klimakatastrophe stoppt.

Federico erzählt über diese Nacht: „Um Mitternacht waren alle im Haus. Um 3.00 in der Früh ist es so richtig losgegangen. Wir haben gebetet. Das Haus hat entsetzlich gewackelt im Wind. Aber ich hatte das Gefühl, dass das Haus stärker geworden ist mit den vielen Leuten darin. Gott wollte, dass mein Haus viele Menschen beschützt.“

Das Haus war stabil, die Gemeinschaft war stark. Es wird Zeit, dass auch die Weltgemeinschaft zusammensteht und die Klimakatastrophe stoppt.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".