Ein sicherer Ort für Zukunft

Die Diakonie hilft Maria beim Start in der ersten eigenen Wohnung

Zum ersten Mal alleine wohnen. Für junge Menschen mit traumatischen Kindheitserfahrungen ist das eine große Herausforderung. Aber es funktioniert - wenn es ein Netz gibt, das auffängt, wie die Geschichte von Maria K. zeigt.

10.05.2021
Wer Marias Wohnung betreten darf, sieht viele lieblich Engel, die Maria K. schon länger sammelt. Diese besonderen Figuren geben ihr Kraft und Energie sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Wer Marias Wohnung betreten darf, sieht viele lieblich Engel, die Maria K. schon länger sammelt. Diese besonderen Figuren geben ihr Kraft und Energie sich neuen Herausforderungen zu stellen (Foto: Gerhard Maurer).

Maria K., 20 Jahre alt, hat ihr berufliches Glück gefunden. Und zwar in einem Bereich, in dem Frauen noch in der Minderzahl sind: Sie wird Prozesstechnikern. Das Arbeiten an der Fräsmaschine und das Schreiben entsprechender Programme zur Metallfertigung sind ganz ihre Welt. Für Maria geht es in die richtige Richtung – im Beruf, in der Partnerschaft und seit kurzem auch mit ihrer ersten Wohnung.

Umso bewundernswerter für die junge Frau, die aus sozial schwierigen Verhältnissen mit belastender Familiengeschichte kommt. Trotz aller positiven Entwicklungsschritte braucht sie Hilfe bei der Bewältigung ihrer Traumata und bei der Aufarbeitung ihrer seelischen Wunden. Ein Team der Diakonie steht ihr zur Seite, da es für Maria keinen familiären Rückhalt gibt.

Betreutes Wohnen der Diakonie – ein erstes Zuhause, das Geborgenheit gibt

Die Wohnung, in der sie jetzt lebt, gehört zum betreuten Wohnen der Diakonie in Kärnten. „Hier habe ich zum ersten Mal ein Zuhause gefunden, in dem ich mich geborgen fühle, wo ich zur Ruhe kommen kann. Einen Ort, der für mich Sicherheit und Schutz bedeutet“, erzählt Maria. Sie ist stolz auf ihre eigenen vier Wände.   

Wie eine Wohnung zum Geschenk wird und daraus Zukunft entsteht

Die Wohnung, die das Leben von Maria K. jetzt um so vieles unbeschwerter macht, ist Herrn Arnold M. zu verdanken. Herr M. konnte sich nie selbst verwirklichen. Sein großer Wunsch Trickfilmzeichner zu werden, hat sich nie erfüllt. Zu sehr musste er seine beruflichen Pläne den Wünschen anderer unterordnen. Eine Familie zu gründen war ihm nicht vergönnt. Er war verschlossen und nie wirklich glücklich. Dabei lag ihm das Glück anderer sehr am Herzen. Da Arnold M. die Arbeit der Diakonie sehr schätzte, war es ihm wichtig, seine Wohnung nach seinem Tod in gewissenhafte Hände zu legen.

Heute gibt diese Wohnung einer jungen Frau - Maria K. - Halt und Entfaltungsspielraum. Sie kann ihre Ziele erreichen, wie er es sich damals vielleicht gewünscht hätte. - Etwas, wofür wir Herrn Arnold M. sehr dankbar sind!

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