Unterrichten für die Diakonie

"Der beste Job auf der Welt"

Eva Riha hat viele Tipps und Tricks aus der Praxis parat

10.02.2020
 "Da ich sieben Jahre in einem Gastroprojekt gearbeitet habe, gibt es vor allem in der Küche viele Tipps und Tricks aus der Praxis, die ich an die Studierenden weitergeben kann." Foto: Diakoniewerk
"Da ich sieben Jahre in einem Gastroprojekt gearbeitet habe, gibt es vor allem in der Küche viele Tipps und Tricks aus der Praxis, die ich an die Studierenden weitergeben kann." Foto: Diakoniewerk

Warum macht es Freude, an der Schule für Sozialberufe zu unterrichten?

Weil ich jeden Tag etwas von den Studierenden lerne. Weil es schön ist, die Entwicklung von jungen Menschen zu begleiten zu dürfen. Weil in unserem Lehrkräfteteam so viele verschiedene Persönlichkeiten mit so vielen verschiedenen Berufs- und Lebenswegen zusammenarbeiten. Weil ich mich gemeinsam mit den Studierenden mit Themen beschäftige, für die ich selbst begeistert bin. Weil jede Klasse, jede/r Studierende eine liebenswerte Seite hat, manchmal muss man sie nur finden wollen. Weil unterrichten der beste Job auf der Welt ist.

Wie wird die Verbindung von Paxis, Wirtschaft und Schule sichtbar?

Durch meine langjährige berufliche Tätigkeit im Sozialbereich sind mir die Grundsätze der Sozialbetreuung zur zweiten Natur geworden. Das wird (hoffentlich) nicht nur in meinem Umgang mit den Studierenden spürbar, sondern besonders auch darin, wie ich den Studierenden ein Gespür für die Bedürfnisse von KlientInnen vermittle - egal in welchem Gegenstand. Im Gegenstand "Sozialbetreuung als Beruf" kann ich außerdem auf eine gute Kenntnis der Sozialen Landschaft in Oberösterreich und der besonderen Herausforderungen in unserem Berufsfeld zurückgreifen. Da ich sieben Jahre in einem Gastroprojekt gearbeitet habe, gibt es vor allem in der Küche viele Tipps und Tricks aus der Praxis, die ich an die Studierenden weitergeben kann.

Wie sind Sie bei der Diakonie gelandet?

Mein Ausbildungsweg war kurvig! Nach der Matura habe ich eine zweijährige Selbstfindungsphase gemacht - mit verschiedenen Jobs und dem Versuch eines Wirtschaftsstudiums. Dann fasste ich den Entschluss, eine Lehramtsausbildung für den hauswirschaftlichen Fachunterricht (so hat das damals geheißen) zu beginnen. Nach dem Abschluss habe ich in einem Hotel, in einem Pensionistenheim und im Kindergarten gearbeitet. Nach der Geburt meiner Töchter und der Karenz  habe ich beim BFI in Wels in der Jugendwerkstatt als Sozialpädagogin begonnen - und nebenbei die Ausbildung zur Sozialpädagogin gemacht. Noch während der Ausbildung bin ich in eine Wohngruppe für sehr verhaltenskreative Jugendliche gewechselt. Nach einem Jahr bin ich wieder zurück in die BFI-BBRZ-Gruppe. Dort habe ich in verschiedenen Projekten für langzeitbeschäftigungslose Erwachsene und leicht beeinträchtigte Jugendliche als Sozialpädagogin gearbeitet. Fünfzehn Jahre lang! Währenddessen habe ich eine Ausbildung in Systemischer Sozialpädagogik gemacht und eine Mediationsausbildung. Außerddem habe ich 5 Jahre als ehrenamtliche Bewährungshelferin gearbeitet.Ein Kollege hat mich dazu angeregt, mich beim Landesschulrat zu bewerben. Und im Jänner 2011 war es dann soweit: Ich bin in der SOB (Schule für Sozialbetreuungsberufe) in meinem Grundberuf angekommen.

Eva Riha lehrt an der Schule für Sozialberufe Behindertenarbeit und Altenarbeit, Haushalt und Ernährung, Kreativer Ausdruck/textiles Gestalten und Sozialbetreuung als Beruf.

Text: Andrea Obermühlner

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