Zusammenleben für alle

Wohnen in Lebendiger Nachbarschaft

Das Wohnprojekt „Lebendigen Nachbarschaft“ („LeNa“) des Diakoniewerks will Menschen zusammenbringen.

09.12.2017

Auf den ersten Blick ist es eine moderne Wohnanlage in traumhafter Umgebung und toller Lage, wie auch zahlreiche andere Wohnprojekte. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Detail, denn in dieser Wohnanlage wird nicht nur gewohnt sondern dank der „Lebendigen Nachbarschaft“ („LeNa“) gelebt.

Ziel von „LeNa“ ist es, die Mieter aus der Anonymität der Wohnanlage zu holen und sie gut miteinander zu vernetzen. Das bedeutet die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner zu kennen und Lösungen im Kreis der Mieter zu finden. Von einem Botendienst und einer Mitfahrbörse, über die Gestaltung gemeinsamer Freizeitaktivitäten bis zu einer Verleihbörse für selten gebrauchte Haushaltsgegenstände kann alles entstehen. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn sich die Mieter kennen und vertrauen.

Schlüsselübergabe für das Wohnprojekt „Lebendige Nachbarschaft“
Die Schlüssel für das Wohnprojekt „Lebendige Nachbarschaft“ in Engerwitzdorf wurden vor einem Jahr an die ersten Mieter übergeben.

Für die Koordination der „LeNa“-Angebote ist Barbara Aigner-Reitbauer zuständig, die bereits vor dem Einzug der Mieter ein Kennenlernen organisiert hat: „Es ist schön zu sehen, dass die Mieter vom ersten Tag an in bereits bekannte Gesichter blicken konnten. So wird ein weiteres aufeinander Zugehen erleichtert.“

Vor einem Jahr wurden die Schlüssel für die 45 Wohnungen am Fuße des Linzerbergs in Engerwitzdorf übergeben. Bei der Vergabe der Wohnungen wurde und wird auch auf die bewusste Auswahl der Mieter nach demographischen Kriterien gesetzt. Neben jungen Männern und Frauen sowie Pärchen und Familien wurden 17 Wohnungen für Senioren ab 60 Jahren und Menschen mit Behinderung vorgesehen. Die Begleitung und, falls notwendig, Betreuung dieser Mieter übernehmen ausgebildete Fachkräfte des Diakoniewerk. Ziel ist, dass sich alle Bewohner ihrem Ermessen nach in die „Lebendige Nachbarschaft“ integrieren und gleichermaßen davon profitieren.

Jeder darf sich einbringen und seinen Teil beitragen, damit die Entwicklung von einer gut versorgten zu einer mitsorgenden Nachbarschaft, in der alle Altersgruppen ihr Leben gut gestalten können, gelingt.

Dieses Zusammenspiel verschiedener Personen für ein gut gelingendes Miteinander im Lebensalltag fällt unter das Konzept der Sozialraumorientierung. Das Diakoniewerk sieht sich als Netzwerker innerhalb einer Vielfalt an Partnern und versucht mit diesen das Leben für möglichst viele Menschen in der Gemeinschaft zur verbessern. Hauptaufgabe ist es dabei „Menschen zusammen zu bringen“, seien es, wie in diesem Fall Mieter, aber auch in anderen Fällen Mitarbeitende einer Gemeinde, Politiker, Ehrenamtliche oder angestellte Mitarbeitende von verschiedenen Sozialeinrichtungen oder Firmen.

Jeder darf sich einbringen und seinen Teil beitragen, damit die Entwicklung von einer gut versorgten zu einer mitsorgenden Nachbarschaft, in der alle Altersgruppen ihr Leben gut gestalten können, gelingt.

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Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.