Hoffnungsträger in Zivil

„Wie es ist, Leuten zu helfen“

Fabian leistet seinen Zivildienst im Davidzentrum der Diakonie de La Tour. „Das Leben, das sich hier abspielt, hat meinen Blick auf die Dinge verändert“, erzählt der junge Mann über seine gesammelten Erfahrungen, die auch seine Berufswahl beeinflusst haben.

20.06.2015
Zivildiener Fabian arbeitet in der Diakonie de La Tour
Fabian leistet seinen Zivildienst im Davidzentrum der Diakonie de La Tour und arbeitet mit Menschen mit Behinderung in den Werkstätten zusammen

Eine Bekannte hat Fabian von der Diakonie erzählt. Das war nach seiner Matura, als sich der junge Kärntner für eine Zivildienst-Stelle umgesehen hat. Im September 2014 konnte Fabian seinen Dienst im Davidzentrum in Waiern antreten. Dort bietet die Diakonie de La Tour Menschen mit Behinderung Betreuung, Arbeit und Therapie.

„Ich kann gar keinen einzelnen Moment herausgreifen, der mich besonders geprägt hat“, fasst der Neunzehnjährige seine Erlebnisse der letzten Monate zusammen. „Das ganze Leben, das sich hier abspielt, hat meinen Blick auf die Dinge verändert. Ich habe gelernt, offen mit Menschen mit Behinderung umzugehen. Ich kann viel für mein späteres Leben mitnehmen.“

Hobeln, sägen, schleifen, malen

Das Davidzentrum liegt auf einer leichten Anhöhe in der kleinen Stadt Waiern im Bezirk Feldkirchen. Das langgezogene Gebäude mit seinem sorgsam gepflegten Garten mit Bäumen, Beeten und einer überdachten Terrasse ist ein idyllischer Ort, an dem man sich sofort wohl fühlt.

In den Werkstätten des Davidzentrums wird getöpfert, gemalt, gezimmert und gebastelt. Fabian arbeitet die meiste Zeit in der Holzwerkstatt. In seiner Gruppe betreut er acht Menschen mit Behinderung: „Besonders im Herbst und Winter, wie es draußen kalt war, haben wir viel in der Werkstatt gearbeitet. Für den Weihnachts- und Osterbasar haben wir Holzwerke hergestellt oder für unseren Garten Vogelhäuser und Nistkästen gebaut.“

„Bei der Einschulung haben mich die MitarbeiterInnen unterstützt und mir erklärt, wie ich am besten mit den KlientInnen umgehe. Berührungsängste hatte ich eigentlich nie. Es war alles sehr unproblematisch“, erzählt Fabian von seinen ersten Wochen.

Das möchte ich gern auch in meinem späteren Beruf machen.
Fabian, Zivildiener

Soziale Berufe kennen gelernte

Ende Mai endete sein Zivildienst. Eigentlich wollte Fabian danach ein naturwissenschaftliches Studium an der Grazer Uni beginnen. Im Davidzentrum hat er aber Gefallen am Beruf des Physiotherapeuten gefunden. „Ich habe mich deshalb für einen Studienplatz in Graz beworben“, erzählt Fabian. „Beim Zivildienst habe ich mir ein Bild von diesem Beruf machen können und erlebt wie es ist, Leute, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Das möchte ich gern auch in meinem späteren Beruf machen.“

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Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Serie „Hoffnungsträger in Zivil“