MitarbeiterInnen mit Behinderung organisieren Schulbuffet in Schladming

Was gibt’s zur Jause?

Seit kurzem richten MitarbeiterInnen mit Behinderung täglich das Schulbuffet für eine Schule in Schladming aus. Begegnung wird möglich und der Pausenhunger wird gestillt.

18.12.2017

Von Saskia Dyk

Wenn der Magen knurrt, herrscht vor dem Schulbuffet großer Andrang. Um den Verkauf der Jause, die von einer Bäckerei täglich geliefert wird, kümmern sich seit Herbst MitarbeiterInnen mit Behinderung der Diakonie-Werkstätte in Schladming.

In der großen Pause muss alles rasch gehen: Rund 80 Portionen wandern täglich über den Verkaufstisch. Das heißt Bestellungen aufnehmen, Gebäck ausgeben, kassieren und Wechselgeld zählen. „Ich passe auf, dass sich die Schüler in einer Reihe anstellen. Es ist sehr lustig mit ihnen“, erzählt Mitarbeiter Rudolf Bauregger. Unterstützt wird das Team von freiwilligen Mitarbeiterinnen.

  • Das Schulbuffet-Team des Diakoniewerks (Foto: TOM Foto Design)
    Das Schulbuffet-Team des Diakoniewerks (Foto: TOM Foto Design)
  • Großer SchülerInnen beim Schulbuffet in der NMS 1 in Schladming (Foto: TOM Foto Design)
    Großer Andrang vor dem Schulbuffet in der NMS 1 (Foto: TOM Foto Design)

So geht Inklusion!

Zusätzlich bereiten die MitarbeiterInnen des Diakoniewerks jeden Dienstag die Jause in der schuleigenen Küche selbst zu. Sie versorgen die junge Kundschaft mit gesunden Köstlichkeiten. „Die Schüler sind immer ganz neugierig, was wir als nächstes zubereiten“, freut sich Velimir Pantic´, Leiter der Werkstätte.

Schulleiters Hans Rettenbacher ist davon überzeugt, dass diese Kooperation für alle gut ist: „Der Kontakt zu Menschen mit Behinderungen hilft den Jugendlichen dass sie sehen, was diese leisten“. Und alle haben was davon. So geht Inklusion!

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Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.