Inklusion im Kindergarten

Voneinander lernen

Im frisch renovierten „Bewegungskindergarten“ des Diakonie Zentrums Spattstraße wird spielerisches Lernen und Inklusion groß geschrieben.

01.02.2016
Leon übt sich im Bouldern
Leon ist eines von 46 Kindern, die im „Kindergarten für Dich und Mich“ des Diakonie Zentrums Spattstraße in Linz betreut werden. 24 davon sind Kinder mit einer Beeinträchtigung.

Bereits beim Betreten des Kindergartens fällt einem die Boulder Kletterwand auf. Der fünfjährige Leon hält sich konzentriert an den Griffen der Kletterwand fest und kraxelt mit strahlenden Augen nach oben.

Leon ist eines von 46 Kindern, die im „Kindergarten für Dich und Mich“ des Diakonie Zentrums Spattstraße in Linz betreut werden. 24 davon sind Kinder mit einer Beeinträchtigung. Eine umfangreiche Sanierung, die vor kurzem abgeschlossen wurde, brachte viel neuen Schwung in den Kindergarten. Eine große Schaukel für mehrere Kinder, Bobby Cars – sowohl im Gebäude als auch im großen Garten gibt es viele Möglichkeiten für die Kinder, um zu spielen und sich zu bewegen.

„Bewegungskindergarten“ heißt das Konzept dazu, das im Diakonie Zentrum Spattstraße seit fünf Jahren umgesetzt wird. Motorische Fertigkeiten wie Balancieren, Rollen, Klettern, Werfen, Fangen, usw. werden altersgerecht eingeübt. Leon kann aus dem vielfältigen Angebot seine eigenen Interessen und Vorlieben herausfinden. Er liebt Klettern am meisten.

Spaß an der Bewegung

„Kinder bewegen sich gerne und haben Spaß an der Bewegung. Jegliches Lernen geschieht in diesem Alter über die Bewegung“, erklärt Kindergartenleiterin Claudia Narovnigg.

Das Team gestaltet die Angebote so, dass auch Kinder mit Beeinträchtigung daran teilnehmen können. „Spielerisch wird hier Gesundheit gefördert und zugleich werden die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder gestärkt. Diese frühen Bewegungserfahrungen sind darüber hinaus die Basis für weitere Lernschritte wie Lesen, Schreiben, Rechnen“, berichtet Claudia Narovnigg.

Niemand wird ausgeschlossen

Es gibt vier Gruppenräume, die durch eine Schiebetür miteinander verbunden sind. So können die Kinder zwischen den Räumen wechseln. Das ermöglicht eine intensive Zusammenarbeit zwischen heilpädagogischen Gruppen und Integrationsgruppen.

„Wir sehen uns somit als Pionierinnen der inklusiven Arbeit“, ist Claudia Narovnigg überzeugt, „wir setzen uns für eine Welt ein, in der alle voneinander lernen und niemand ausgeschlossen wird.“

Nähere Informationen auch auf www.spattstrasse.at