Demenz aus sozialpolitischer Perspektive

Vergessen, aber nicht vergessen werden

Demenzerkrankte und ihre Angehörige wissen um die österreichische Pflegelücke. Sie tut sich immer dann auf, wenn Pflege- und Betreuungsdienstleistungen nur eingeschränkt verfügbar sind.

17.11.2014
Demenz - eine Infografik (Foto: Fotolia/Fresh Idea)
Foto: Fotolia/Fresh Idea

Denn wird man in Österreich pflegebedürftig, besteht derzeit die Wahl zwischen der (informellen) Betreuung durch Angehörige auf der einen Seite, und der stationären Versorgung im Alten- oder Pflegeheim auf der anderen Seite.

Dazwischen gibt es kaum Angebote, die den unterschiedlichsten Bedürfnissen der Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörigen entsprechen würden. Gibt es diese Angebote doch in der Nähe, sind sie oft nicht leistbar.

Die Schließung der Pflegelücke ist daher – vor allem auch in Zusammenhang mit Demenz – ein Gebot der Stunde.
Katharina Meichenitsch, Sozialexpertin der Diakonie

Die Schließung der Pflegelücke ist daher – vor allem auch in Zusammenhang mit Demenz – ein Gebot der Stunde. Zudem wirken sich aktuelle Überlegungen wie die Erschwerung des Zuganges zu den Pflegestufen I und II kontraproduktiv auf die Situation von Menschen mit Demenz aus. Aus sozialpolitischer Perspektive müssen daher dringend Maßnahmen getroffen werden, um die Lebensqualität von Betroffenen zu erhöhen. 

Demenz geht uns alle an!

Mehr als 130.000 Personen in Österreich sind an Demenz erkrankt. Laut Prognosen dürfte sich diese Zahl bis 2050 noch verdreifachen. Unser Themenschwerpunkt mit hilfreichen Informationen, Interviews und Reportagen.