Brot für die Welt schärft Bewusstsein an Schulen

Umgang mit der Ressource WASSER

Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürre am 17. Juni: Brot für die Welt startete mit einem neuen Workshop-Format. Anhand spielerischer Aktionen wird Sensibilität für den Verbrauch von Wasser geschaffen.

15.06.2018
Umgang mit der Ressource Wasser - Workshop von Brot für die Welt an ev. Volksschule Wien Karlsplatz
Woher kommt das Wasser, wenn nicht einfach aus dem Wasserhahn, wie wir es gewohnt sind? (Foto Brot für die Welt)
Wasserworkshop in Wener Volksschule Foto Brot für die Welt
Alles rund ums Wasser – die Kinder waren mit großem Interesse beim Workshop dabei (Foto Brot für die Welt)

Wie viel Wasser verbrauchen wir eigentlich pro Tag? Die Schätzungen der Kinder der Hortgruppe der evangelischen Volksschule am Karlsplatz sind ganz gut, einige beginnen zu rechnen.

Denn zuvor hat Hannah Satlow, Bildungsreferentin von Brot für die Welt, bereits einige Posten des täglichen Wasserverbrauchs mit den Kindern zugeordnet. Das gleich nach der Körperhygiene mit einem Verbrauch von 44 Litern die Toilettenspülung mit 33 Litern kam, war doch für viele verwunderlich. 

Wasser-Workshop an Wiener Volksschule Foto Brot für die Welt
Wasserholen am Trinkbrunnen und eine Wegstrecke zurücklegen war die Aufgabe für die Teams (Foto Brot für die Welt)

In Österreich liegt der tägliche Wasserverbrauch pro Person bei ca. 130 Litern. Während für uns Wasser selbstverständlich aus den Leitungen fließt, sieht die Lebensrealität vieler Menschen weltweit ganz anders aus.

Beinahe 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder dritte Mensch lebt ohne sanitäre Einrichtungen. Die Wasserknappheit trifft vor allem Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Besonders dramatisch ist es in ländlichen Regionen: Hier muss das Wasser häufig von weit entfernten Wasserstellen geholt werden.

Meist sind es Frauen, die stundenlange, anstrengende und gefährliche Fußmärsche machen, um ihre Familienmitglieder mit Wasser zu versorgen. Am Ziel angekommen gibt es häufig zu wenig Wasser oder die Wasserquellen sind verschmutzt. Verunreinigtes Wasser verursacht Krankheiten.

Wasser-Workshop an Wiener Volksschule Foto Brot für die Welt
"Nur nicht zu viel verschütten" war die Devise bei der Wasserhol-Aktion (Foto Brot für die Welt)

Klimawandel und Dürren

Weltweit treten immer häufiger Wetterextreme auf. Diese äußern sich in vielen Regionen in Form von ausbleibenden Regenfällen und dramatischen Dürreperioden, bedingt durch Erderwärmung und Klimawandel.

Am schlimmsten betroffen von den direkten negativen  Auswirkungen sind häufig Menschen in den Ländern des globalen Südens, die bereits zuvor in Armut lebten. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft leidet, die Ernährungssicherheit ist gefährdet.

Im Workshop wurde auch aufgezeigt,  wie durch die Umsetzung von Projekten die Wasserversorgung ganzer Dörfer gesichert werden kann - und sich dadurch das gesamte Leben der lokalen Familien zum Positiven verändert.

Die Kinder wurden angeregt über die Unterschiede zwischen dem eigenen Leben und der Lebensrealität in Kenia und über den eigenen Wasserverbrauch nachzudenken. Ebenso über den Verbrauch von virtuellem Wasser.

Was vorerst kompliziert klang, war ganz leicht erklärt: Denn die Baumwolle für die Jeans und T-Shirts der Kinder wuchs in Baumwollplantagen, mit enorm hohem Wasserbedarf.

Wasser-Workshop an Wiener Volksschule Foto Brot für die Welt
Nach der gelungenen Aktion - zufrieden und durstig. „ So ein Kanister, den viele Frauen täglich kilometerweit tragen, ist ganz schön schwer!“ (Foto Brot für die Welt)

Brot für die Welt unterstützt in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort Wasserprojekte in Kenia. Durch kostengünstige Wasserspeicher- und Bewässerungssysteme kann nachhaltig Ernährung gesichert werden. Mehr Infos

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