Zivildienst in der Diakonie

Über Grenzen hinauswachsen

"Was mir definitiv die meiste Freude an meinem Zivildienst bereitet ist, dass kein Tag einem anderen ähnelt und ich oft über meine Grenzen hinaus wachse", erzählt Johannes, der seinen Zivildienst in der sozialpädagogischen Wohngruppe Challenge im Diakonie Zentrum Spattstraße absolviert hat.

15.08.2016
Zivildiener Johannes arbeitet in der WG Challenge des Diakonie Zentrum Spattstraße
Johannes absolviert seinen Zivildienst im sozialpädagogischen Bereich (Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße)

Von Johannes B. Egger, Zivildiener in der WG Challenge, Diakonie Zentrum Spattstraße

Den ersten Kontakt mit dem Diakonie Zentrum Spattstraße hatte ich über meine Mutter, die als Schulassistentin tätig ist. Spätestens nach dem freundlichen und lockeren Gespräch mit Frau Spiegl wusste ich, dass ich definitiv hier meinen Zivildienst machen will.

Mit 1. Oktober 2015 startete ich meinen Zivildienst und ging mit Vorfreude und einer gewissen Unklarheit, was mich jetzt denn erwarten würde, in das Gebäude der Spatti. Nachdem der Einführungstag vorbei war, begann mein erster richtiger Tag des Zivildienstes und ich lernte gleich die ersten drei meiner künftigen KollegInnen und ein paar Kinder kennen. Als ich die darauffolgende Woche dann das erste Mal das gesamte Team der WG Challenge vor mir sitzen hatte, durfte ich mich erst einmal vorstellen.

Die ersten Monate hatte ich eine fixe Aufgabe: das Essen in die WG Camino zu transportieren. Ansonsten gab es nie fixe, sich wiederholdende Aufgaben. Jeder Tag hält neue Herausforderungen bereit, genau deswegen gehe ich gerne in meinen Dienst. Auch sonst sind meine Aufgaben äußerst vielfältig, von Tellerwäscher über Hausaufgaben-/Lernhilfe bis hin zum Chauffeur und Spielkollegen oder Aushilfskoch ist alles dabei.

Was mir definitiv die meiste Freude an meinem Zivildienst bereitet ist, dass kein Tag einem anderen ähnelt und ich oft über meine Grenzen hinaus wachse.
Johannes, Zivildiener

Durch das überaus nette, hilfsbereite und immer zu Späßen aufgelegte Team ist es mir stets leicht gefallen, Probleme oder Unklarheiten schnell aus dem Weg zu räumen und mit schwierigen Situationen umzugehen.

Der Zivildienst in der Spatti hat mich sehr geprägt und nicht zuletzt dabei unterstützt, meinen beruflichen Werdegang im Sozialpädagogischen Bereich zu finden. Mein Zivildienst hier hat mich sehr vieles gelehrt, was den Umgang mit den Kindern betrifft, wenn Sie von der Schule in die Wohngruppe kommen. Ich habe ein Gespür dafür entwickelt, wie es den Kindern geht und auch wie mein Verhalten auf sie wirkt. Für diesen Erfahrungsraum möchte ich mich herzlichst bedanken.

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Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Serie „Hoffnungsträger in Zivil“