Was für Betroffene dringend nötig wäre

Rehabilitation - ein dichter Bürokratie-Dschungel

In Österreich sind Rehabilitationsleistungen abhängig von der Ursache der Behinderung und vom Versichertenstatus. Das hat sehr negative Folgen für Betroffene.

02.05.2018
Wassergymnastik als Methode zur Rehabiliation (Foto: Pixabay)

Unter Rehabilitation versteht man alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Menschen mit einer Behinderung ihren Zustand verbessern können.

Es gibt 3 Formen der Rehabilitation:

  • die medizinische Rehabilitation,
  • die berufliche Rehabilitation und
  • die soziale Rehabilitation.

Nach Artikel 26 UN-Behindertenrechtskonvention ist Österreich dazu verpflichtet, umfassende Rehabilitationsdienste bereitzustellen. Aber: die drei Formen der Rehabilitation sind nicht gleichgestellt und auch finanziell nicht gleich gut „ausgestattet“. Im Gegenteil: es gibt in Österreich abhängig von der Ursache der Behinderung und vom Versichertenstatus verschiedene Leistungen.

Deshalb ist es alles andere als ein Kinderspiel, mit einer Kommunikationseinschränkung ein eigenständiges Leben zu führen.

Maßnahmen gefordert

Deshalb fordert die Diakonie von der Politik dringend - zumindest - die Umsetzung dieser drei Maßnahmen:

  1. Rechtsanspruch auf assistierende Technologien und kommunikative Hilfsmittel - insbesondere auch für Hilfsmittel der sozialen Rehabilitation
  2. Errichtung einer zentralen Anlaufstelle für Menschen, die Hilfsmittel benötigen (Vernetzung der Kostenträger im Hintergrund)
  3. Anpassung des Hilfsmittelkataloges an den neuesten Stand der Technik, auch unter Einbeziehung von Behindertenorganisationen.

Bis jetzt kein Rechtsanspruch auf Assistierende Technologien - Hilfe trotzdem möglich

Es gibt keinen österreichweiten Rechtsanspruch auf Assistierende Technologien. Betroffene erhalten seit 2009 Unterstützung beim VERBUND-Empowerment Fund der Diakonie bis die Lücke in der Finanzierung geschlossen werden kann.