Hörtipp: „Brot für die Welt“-Projekt am 28. April auf Radio Orange

Perspektive durch Bildung

Wilson Ruvere leitet die Organisation „Jairos Jiri Association“ in Zimbabwe. Die Partnerorganisation von „Brot für die Welt“ ermöglicht Kindern mit Behinderung den Zugang zu Bildung.

23.04.2015
Zimbabwe: Mehluli, ein Bub mit Gehbehinderung, im Kreis seiner SchulkollegInnen (Foto: Jairos Jiri Association)
Kinder mit Behinderungen werden in Zimbabwe besonders benachteiligt und gehen seltener in die Schule als Kinder ohne Behinderungen. (Foto: Jairos Jiri Association)

Papier ist geduldig. Wilson Ruvere, Direktor der Organisation „Jairos Jiri Association“ in Zimbabwe, die von Brot für die Welt finanziell unterstützt wird, kann davon ein Lied singen. „Eigentlich ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Kinder die Schule besuchen müssen. Aber aufgrund der ökonomischen Probleme gibt es viele Schulabbrecher und viele Kinder, die zu Hause bleiben, da sich die Eltern die Schulgebühren nicht leisten können“, erzählt er im Interview, das am 28. April auf Radio Orange in der Sendung "Globale Dialoge" ausgestrahlt wird.

Kinder mit Behinderungen sind dabei besonders benachteiligt und gehen seltener in die Schule als Kinder ohne Behinderungen. Viele denken es ist „reine Zeitverschwendung“, Kindern mit Behinderungen Bildung zukommen zu lassen. Menschen mit Behinderungen sind dadurch oft isoliert.

Zugang zu Bildung für Kinder mit Behinderungen schaffen

Doch die Arbeit des Projektpartners von Brot für die Welt bringt eine Veränderung ins Rollen. Was als hauptsächlich gemeinnütziges Projekt für Menschen mit Behinderung begann, hat sich heute zu einer nationalen Organisation entwickelt, die sich aktiv gemeinsam mit Menschen mit Behinderung für inklusive politische und soziale Entwicklung einsetzt. Zu diesem Zweck werden die Lehrkräfte vom Team der „Jairos Jiri Association“ auf die Inklusion von Kindern mit Behinderungen vorbereitet. Auch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung werden gezielt für die wichtigsten Akteure wie Eltern, Gemeindevorsteher, Lehrkräfte und Personal im Bildungsministerium durchgeführt.

Ein weiterer Arbeitsfokus liegt auf inklusiver Politik. Menschen mit Behinderungen sollen nicht nur wählen, vielmehr sollen sie auch selbst ins Parlament, in den Senat oder in ihre Gemeinden gewählt werden.

Erfolge werden sichtbar

Die engagierte Arbeit ist erfolgreich. Eine positive Entwicklung in Zimbabwe schreitet voran: Immer mehr Kinder mit Behinderungen besuchen Schulen, steigen als Erwachsene ins Berufsleben ein und werden in politische Ämter gewählt.

„Allein durch dieses Projekt gibt es jetzt zwei Senatoren mit Behinderungen – eine Frau und einen Mann. Darüber sind wir sehr froh!“

Tipp: Interview mit Wilson Ruvere

Radiosendung "Globale Dialoge - Women on Air"
Di, 28. April 2015, 13.00 bis 14.00 Uhr
auf ORANGE 94.0; auf Kabel 92.7

Interview mit Wilson Ruvere zum Nachlesen auf der Webseite von "Brot für die Welt"