Von Gott und der Welt

Neue Erde 2.0

Die NASA hat sie also gefunden, die neue Erde, die Erde 2.0. Oder zumindest einen Planeten draußen in den Tiefen des Alls, 1400 Lichtjahre entfernt, der unsere Erde ähnlich ist. Er heißt Kepler-452b und befindet sich in der bewohnbaren Zone in der Umlaufbahn eines Sterns, der etwas größer ist als unsere Sonne.

25.07.2015
Globus in einer Kinderhand
Ein neuer Planet wurde gefunden. Ist es eine Erde 2.0 ? (Foto: Pixabay)

NASA-Manager John Grunsfeld jubelt: „Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0." Die NASA träumt ganz seriös und wissenschaftlich den alten Menschheitstraum, dass es neben unserer Erde noch eine andere, eine neue Erde geben soll.

„Einen neuen Himmel und eine neue Erde“ wird es geben, heißt es in vielen Weltreligionen. Wir könnten auch eine neue Erde brauchen.

Die, die wir haben, heizen wir ja gerade auf und provozieren dadurch Überschwemmungen, Dürre und Hunger, überziehen sie mit Kriegen und beuten ihre Bodenschätze aus. Da kann man schon von einem Ersatzplaneten träumen. Doch im Neuen Testament heißt es:

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Ob auf Kepler-452b überhaupt jemand wohnt und wenn ja, ob dort auch Gerechtigkeit herrscht, weiß die NASA allerdings noch lange nicht. So wird uns wohl auch zukünftig nichts anderes übrig bleiben, als hier auf unsere Erde danach zu trachten, dass mehr Gerechtigkeit herrscht und wir unseren Planeten und seine Einwohner nicht gänzlich zu Grunde richten.

„Von Gott und der Welt", die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der Kronenzeitung.