Diakonie Katastrophenhilfe #hilftvorort

Nahnu huna ma’aa Ekhuanna fi Suria

Das bedeutet: Da sein für die Menschen in Syrien. Die neue Kampagne der Diakonie Katastrophenhilfe spricht die Sprachen der Menschen, die in Katastrophengebieten auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Und sie spricht die Sprache jener lokalen Partnerorganisationen, die vor Ort sind, wo Hilfe gebraucht wird.

20.07.2018

Dasein sichern unter widrigsten Bedingungen

Allein innerhalb von Syrien wurden in den letzten Jahren mehr als 6,6 Millionen Menschen vertrieben. Weitere 5,6 Millionen haben das Land verlassen und sind als Flüchtlinge in den angrenzenden Staaten registriert.

Von den tausenden Familien, die ihr Zuhause verlassen mussten, sind mittlerweile einige wieder zurückgekehrt. Doch die Häuser der Menschen sind schwer beschädigt oder zerstört. Vielen Familien fehlt es an Geld, um ihre Häuser wieder bewohnbar zu machen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in Syrien vor Ort und unterstützt 665 Familien dabei, ihr zerstörtes Haus wieder notdürftig bewohnbar zu machen. Begünstigt werden besonders bedürftige Familien mit Kindern, geringem Einkommen oder alte Menschen, die bislang keinerlei Hilfe und Unterstützung erhalten haben.

Um best- und schnellstmöglich auf die Bedürfnisse der Menschen zu reagieren, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe mit der Partnerorganisation GOPA zusammen, die die lokalen Verhältnisse kennt und die Baumaßnahmen mit Hilfe von Bauexperten umsetzt. Mit der Rückkehr in ihre Häuser erhalten die Menschen eine Basis, um ihr Dasein zu sichern und ihre Zukunft wieder selbst in die Hand zu nehmen.

#hilftvorort in Syrien: Ein von der Organisation GOPA beauftragter Maurer zieht die Außenmauer eines schwer beschädigten Hauses wieder hoch.
Ein von der Organisation GOPA beauftragter Maurer zieht die Außenmauer eines schwer beschädigten Hauses wieder hoch (Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe)

Hilfe vor Ort muss ausgeweitet werden

Diakonie-Direktor Michael Chalupka fordert die Bundesregierung erneut auf, ihr Wahlkampfversprechen, die Hilfe vor Ort auszubauen, auch einzulösen:

„Dass die Hilfe vor Ort ausgeweitet werden muss, das ist lange bekannt. Und das ist klar, denn dort braucht es Hilfe, es braucht Nahrungsmittel, es braucht Unterkünfte, Menschen leben in katastrophalen Zuständen. Solange aber politisch Hilfe vor Ort nur eine Chiffre dafür ist, hier nicht helfen zu müssen, ist das zu wenig - es muss wirklich geholfen werden.

Die politischen Ansagen hören wir nahezu  täglich, aber wir sehen keine Praxis. Im Gegenteil, der Katastrophenhilfefonds der Österreischischen Bundesregierung ist im letzten Budget gekürzt worden. Obwohl im Wahlkampf versprochen worden ist, ihn zu verdreifachen von 20 auf 60 Millionen, ist er von 20 auf 15 Millionen gekürzt worden.

Das hält uns nicht davon ab, weiter vor Ort zu helfen, mit den Spendenmitteln, die die Diakonie hat. Aber die Bundesregierung ist gefordert, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.“

Millionen Menschen sind auf der Flucht und bedroht von Hunger, Krieg und den Auswirkungen des Klimawandels. Sie sind angewiesen auf unsere Solidarität.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort - und das seit fast 50 Jahren. Wir sind da für Menschen, die nach Naturkatastrophen oder durch Krieg und Gewalt in eine Notlage geraten, die sie nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können. Wir arbeiten mit Partnerorganisationen aus dem jeweiligen Land. Unsere Helfer*innen sprechen die Sprache der betroffenen Bevölkerung.

Mit Ihrer Spende werden Sie selbst zur Katastrophenhelfer*in. Ihr Beitrag hilft vor Ort, zum Beispiel in Syrien.

Dort, wo es darauf ankommt - Diakonie Katastrophenhilfe.

Jetzt spenden unter www.hilftvorort.at