Porträt eines jungen Mannes, der seine neue Heimat zum Blühen bringt

Majd bringt Macondo zum Blühen

Im Stadtteil Macondo in Wien Simmering, wo seit vielen Jahren Menschen unterschiedlichster Herkunft leben, grünt und blüht der Garten seit diesem Frühsommer besonders intensiv - Der Grund dafür sind Menschen wie Majd. Hier ein Porträt des jungen Mannes aus Syrien - #macondobluehtauf

27.05.2015
Majd Saileen hilft einem kleinen Jungen beim Lernen
Majd Saileen ist einer der Bewohner, der Macondo zum Blühen bringt

Majd Saileen ist 23 Jahre alt. Er wohnt seit einem knappen Jahr in Macondo. Auf die Frage, wie denn sein Leben hier in Österreich sei, muss er nicht lang überlegen: „Es gefällt mir gut. Die Diakonie schaut darauf, dass die Menschen hier in der Siedlung gut zusammenleben.“ Die heutige Aktion - auf dem Vorplatz zum Gemeinwesenbüro mitten in der Wohnsiedlung werden heute Möbel „upgecycelt“ - beurteilt der junge Syrer so: „Es gibt immer wieder schöne Aktionen wo man mitmachen kann. Das ist gut, denn die Menschen, die aus dem Krieg gekommen sind haben oft dunkle Gedanken. Die kann man gut mit bunten Farben vertreiben“.

Majd selbst war bis vor einem Jahr noch in Ägypten. Dort war er zum Studieren hingegangen, nach dem ersten Kriegsjahr in Syrien. Nach vier Semestern Studium in Ägypten war klar: „Ich muss mir einen Platz suchen, wo ich gut leben kann. In Syrien ist alles kaputt. Dort ist man als junger Mensch in Gefahr, und man kann sich kein Leben aufbauen“, erzählt Majd.

In dem Projekt werden alte Stühle wieder aufbereitet
In einer gemeisamen Upcycling Aktion haben Macondo-Bewohner ihre Umgebung bunter gemacht
Bewohner von Macondo machen alte Stühle wieder schön
Upcycling macht Spaß!

In Macondo hat der junge Mann viele Freunde. „Ich engagiere mich bei der Kinderbetreuung, bei der Lernbetreuung. Ich bin gern mit vielen Menschen zusammen. Und ich habe auch viel Kontakt mit Österreichern. Das ist der Grund, warum ich schon so gut deutsch spreche“. Deutsch zu sprechen sei die Grundlage. Nur wenn er deutsch spricht, kann er seine Pläne in die Tat umsetzen. Und was er will, ist sein Studium weiterzuführen um Zahnarzt zu werden. „Das muss er tun. Wer wenn nicht er“, unterstreicht Ulla. Und sie muss es wissen: Ulla bietet an zwei Tagen pro Woche Bildungsberatung für Flüchtlinge in Macondo an und hat schon vielen dazu verholfen, nach der Flucht ihren Bildungs- und Berufsweg in Österreich weiter zu verfolgen.

Mehr Informationen zum Projekt

Auf unserer Homepage gibt es mehr Details zum Projekt.

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