Tickets für den Dokumentarfilm gewinnen

Landraub: Wer das Land besitzt, dem gehört die Zukunft

Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung und Hunger. Der neue Dokumentarfilm „Landraub“, der am 18. September in Österreich startet, beleuchtet die Folgen der globalen Jagd nach Ackerland.

17.08.2015
Filmaufnahmen für "Landraub" in Sierra Leone (Bild: © Langbein & Partner)
Filmaufnahmen für Dokumentarfilm „Landraub“ in Sierra Leone (Bild: © Langbein & Partner)

Ein Jeep auf einer Landstraße In Äthiopien. Die Kamera filmt von der Rückbank den Blick auf die Straße. Niedrige Büsche, Ackerfläche, vereinzelt ziehen Bäume und Blumen vorbei. Der Agrarwissenschaftler und Landwirt Felix Löwenstein sitzt neben dem Fahrer. Wir reisen in die nordäthiopische Provinz Tigray, um mit Kleinbauern zu sprechen, die gemeinsam mit Wissenschaftlern Methoden für nachhaltige Landwirtschaft entwickelt haben.

„Das ist ein Projekt, in dem man mit dem Bauern zusammen Systeme entwickelt hat, um durch Bodenschutz, Kompostdüngung statt mineralischer Düngung, durch Mischkulturen das ganze Produktionssystem zu stabilisieren“, erklärt der Wissenschaftler. „Die Bauern wirtschaften hier oft mit großen Familien auf ganz kleinen Flächen und schaffen es dann trotzdem, über ihre eigene Ernährung hinaus, den Markt zu beliefern.“

Löwenstein spricht von Bauern, wie Gebreyesus Tesfay. Seit der Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern hat sich für die Familie von Tesfay viel geändert: „Früher gab es keine Bewässerung, aber dafür Hunger. Heute ernten wir dreimal im Jahr.“

Früher gab es keine Bewässerung, aber dafür Hunger. Heute ernten wir dreimal im Jahr.
Gebreyesus Tesfay

Das Geschäft mit der Nahrung

Das Beispiel von Kleinbauer Gebreyesus Tesfay in Äthiopien macht Mut. Mut, den man bei den schockierenden Bildern und Fakten, die einem im neuen Film des österreichischen Filmemachers Kurt Langbein erwarten, braucht.

Kinoplakat des Dokumentarfilms „Landraub“

Der Film „Landraub“ geht in 90 Minuten der Logik des Geldes auf die Spur. Ausländische Investoren pachten und kaufen in Entwicklungsländer Ackerfläche, um Lebensmittel für den Export zu produzieren. Kleinbauern und Einheimische wird die Lebensgrundlage entrissen. Ganze Landstriche veröden, die Tier- und Pflanzenwelt wird zerstört. Über die Böden bestimmen Profit und Rendite.

Wem das Land gehört, dem gehört die Zukunft

Seit dem Jahr 2000 wurden an Agrar-Investoren weltweit 200 Millionen Hektar Ackerfläche verkauft. Dimensionen, die der Dokumentarfilm „Landraub“ mit Schauplätzen in der ganzen Welt sichtbar macht: Der Film führt die Zuseher von Zuckerplantagen in Kambodscha, zu Weizenfelder in Rumänien, bis hin zu riesigen Palmölplantagen in Indonesien. Kleinbauern, Landarbeiter und indigene Völker kommen ebenso zu Wort, wie Investoren und Banker.

Das Wichtigste an diesem Film: zuhören und nachdenken. Denn diejenigen, die gegensteuern können, sind Konsumenten und mutigen Bauern, wie Gebreyesus Tesfay in Äthiopien.

2x2 Freikarten gewinnen!

Wir verlosen 2x2 Freikarten für den Film „Landraub“, der am 18. September in den österreichischen Kinos startet. Nenne uns den Namen des österreichischen Regisseurs und schicke deine Antwort bis 11.09.15 an newsletter@diakonie.at

Die Tickets sind einlösbar in allen Kinos, in denen der Film gespielt wird. Umtausch gegen Bargeld ist nicht möglich. Die Tickets sind gültig, so lange der Film gezeigt wird. Die GewinnerInnen werden per E-Mail verständigt.

Du möchtest dich zum Thema Landraub informieren und aktiv werden?

Unsere Schwesternorganisation „Brot für die Welt“ setzt sich für die Rechte und Lebensweisen indigener Völker in Argentinien und Paraguay ein. Skrupellose Vertreter des Agrobusiness machen den indigenen Völkern ihr Land streitig. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ASOCIANA verhilft „Brot für die Welt“ den Indigenen zu ihrem Recht. Informiere und unterstützte das Projekt hier!