Syrische Flüchtlinge erzählen

Jordanien: Frauen helfen Frauen

Nabigha ist 26 Jahre alt und lebt mit ihren drei Kindern in Amman, Jordanien. Vor mehr als 2 Jahren ist sie aus der syrischen Stadt Hama geflüchtet.

07.03.2016
Nabigha ist 26 Jahre alt und lebt mit ihren drei Kindern in Amman, Jordanien. (Foto: Ben Nausner)
Nabigha musst mit ihrer Familie aus Syrien fliehen. In Jordanien arbeitet sie ehrenamtlich in einem Hilfsprojekt für Menschen mit Behinderung (Foto: Ben Nausner)

„Wir waren über 6 Monate auf der Flucht. Überall waren Explosionen und Schüsse zu hören. Erst als wir nach Jordanien gekommen sind haben wir uns wieder sicher gefühlt,“ erzählt die schüchterne junge Frau, die nun in einer kleinen Mietwohnung in Amman, Jordanien, lebt. Jordanien hat bisher mehr als 650.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien aufgenommen. „Das Leben hier ist schwierig, aber uns geht es den Umständen entsprechend ganz gut - wir sind alle gesund, dafür bin ich dankbar“, erzählt Nabigha.

Ich bin selber aus Syrien und verstehe die Situation der Flüchtlinge sehr gut.
Nabigha, 26

Vor ein paar Wochen hat die junge Syrerin begonnen als freiwillige Helferin für die lokale Partnerorganisation der Diakonie zu arbeiten. Bei einem Hilfsprojekt für syrische und jordanische Familien die Kinder mit Behinderung haben, hilft sie bei Hausbesuchen und der Erhebung von Daten. „Ich bin selber aus Syrien und verstehe die Situation der Flüchtlinge sehr gut. Auch wenn ich den Krieg nicht beenden kann, möchte ich Familien dabei helfen ihren Alltag zu bewältigen.“

Nabigha ist nicht die einzige freiwillige Helferin. Gemeinsam mit einem Team von sechs jungen Frauen aus Jordanien und Syrien leistet sie einen wichtigen Beitrag zur humanitären Hilfe vor Ort.

  • Ein syrisches Flüchtlingskinde mit Behinderung wird im Flüchtlingslager Za’atari, Jordanien, betreut.
  • Das Team von IOCC in Jordanien

Hoffnung braucht ein Ja. Hilfe für Flüchtlingen mit Behinderung im Za‘atari Camp

Mit etwa 100.000 BewohnerInnen beherbergt Jordanien auch eines der größten Flüchtlingslager (Za'atari) der Welt und das größte Camp im Nahen Osten. Aufgrund des starken Zustroms syrischer Flüchtlinge nach Jordanien wurde das Lager im Jahr 2012 errichtet. Trotz der zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen, die im Za’atari -Camp tätig sind und die Menschen vor allem mit Nahrung, Behausung und Gütern des täglichen Bedarfs versorgen, benötigt die besonders benachteiligte Gruppe der Menschen mit Behinderungen dringende Unterstützung.

Deshalb hat die Diakonie gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation HLID (Holy Land Institute for the Deaf) ein Hilfsprojekt für Flüchtlinge mit Behinderung ins Leben gerufen.

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende Menschen mit Behinderung

Schon mit einem kleinen Beitrag könnt ihr Flüchtlinge mit Behinderung in Za’atari Camp unterstützen.

  • 12,- Euro = Ein Monat Unterricht in Zeichensprache
  • 55,- Euro = Ein paar orthopädische Schuhe
  • 60,- Euro = Eine Brille
  • 320,- Euro = Ein Hörgerät

Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
BIC: GIBAATWWXXX
Onlinespenden