Hoffnung braucht ein Ja!

„Ich wollte jetzt ganz oben wohnen, im Hellen"

Maria Hitz wohnt seit einem halben Jahr in einer Senioren-Hausgemeinschaft der Diakonie und genießt es, dass sie dort die Hilfe und Betreuung hat, die sie jetzt braucht. Frau Hitz stammt aus dem Waldviertel, wo sie in ihrer Jugend Dienstmagd bei Bauern war. In Wien war sie als verheiratete Frau und Mutter einer Tochter in einer Reinigungsfirma tätig.

09.11.2015
Maria Hitz unterstützt die Winterkampagne "Hoffnung braucht ein Ja!"
Maria Hitz wohnt seit einem halben Jahr in einer Senioren-Hausgemeinschaft der Diakonie und genießt es, dass sie dort die Hilfe und Betreuung hat, die sie jetzt braucht. (Foto: Christian Stempfer)

Über keine Phase ihres Lebens beklagt sich Frau Hitz, die mit ihren 91 Jahren noch ganz klar zurückblicken kann und eine sehr lebendige Erinnerung hat. Sie habe es „gut erwischt“, erzählt sie, sowohl mit ihrem ersten Arbeitgeber, einem Bauern, als auch mit den „Chefitäten in Wien“, und auch mit ihrer Familie. Die drei Enkelsöhne, denen sie bei der Übersiedlung ins Pflegeheim alle ihre Dinge überlassen hat, hätten zwar zu wenig Zeit für sie, aber insgesamt ginge es ihr gut, betont sie.

Was auffällt in der Erzählung von Frau Hitz ist, dass sie die Zeit der Geburt und Kindheit ihrer Tochter ausgespart hat. Und erst auf Nachfrage erfährt die Zuhörerin, dass die Tochter vor gut 20 Jahren an Leukämie gestorben ist.

Erfüllende Arbeit

Am meisten erzählt sie aus der Zeit, als sie in einer chemischen Reinigung tätig war. Ihre berufliche Arbeit dürfte für sie sehr erfüllend gewesen sein, da sie sich als Expertin fühlen durfte und vom Chef viel Wertschätzung erfahren hat. „Leider“ musste sie mit 47 Jahren in die Berufsunfähigkeit gehen. „Beim Abschied habe ich geweint“, erzählt Frau Hitz von dieser schwierigen Trennung von ihrem Arbeitsumfeld.

Heute schaut Frau Hitz vor allem auf sich selbst. Sie habe eine kleine Pension und eine Witwenpension und das reicht aus. Nur könne sie „nicht mehr so gut herum“, meint sie, und da sei es schon sehr schön, dass sie jetzt im fünften Stock wohne, und auf die Terrasse gehen könne. „Sonst wäre ich da nicht hingezogen“, betont Frau Hitz, denn vorher hätte sie im Erdgeschoß gewohnt, und es war ihr wichtig, „oben“ zu wohnen, im Hellen, und „hinunter zu schauen“.

Hoffnung braucht ein Ja!

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