Hoffnung braucht ein Ja!

„Ich bleib eine Kämpferin"

Lore Brandl-Berger ist eine sehr aktive Frau, die gerne hilft und an vielen Ecken und Enden einspringt, wo ihre Kraft und Energie gebraucht wird. Ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit für Brot für die Welt erfüllt sie mit viel Freude, und sie erzählt stolz davon, dass „ihre“ Pfarre jedes Jahr einen großen Anteil der Pfarrspenden für Brot für die Welt einsetzt.

06.11.2015
Lore Brandl-Berger engagiert sich ehrenamtlich für Brot für die Welt und unterstützt die Kampagne "Hoffnung braucht ein Ja"
Lore Brandl-Berger engagiert sich ehrenamtlich für Brot für die Welt

Theater: Blickwinkel und Phantasie

In ihrer langen Laufbahn als Lehrerin im Gymnasium war Frau Brandl-Berger besonders die von ihr aufgebaute Theatergruppe wichtig. „Auch meine Schüler haben mir dann später einmal gesagt, es war für sie das Wichtigste, beim Theater gewesen zu sein“, erzählt sie und ergänzt: „Ich halte Theaterarbeit für so wichtig, weil man sich dabei in eine andere Perspektive versetzt, einen anderen Blickwinkel bekommt, die Dinge anders bewertet. Das wäre heute so wichtig. Bei Leuten, die so auf die Flüchtlinge schimpfen zum Beispiel. Dass sie sich das einmal vorstellen: Was müssen da für Motive dahinter stehen, wenn ich so einfach weggehe von zuhause? - Und Phantasie entwickelt man auch beim Theaterspielen, die ist ja auch so wichtig im Leben.“ Und dabei habe sie oft gesehen, wie Vieles gelingt, wenn man jungen Menschen einfach was zutraut.

Kooperationen

Frau Brandl-Berger erzählt auch, dass sie vieles in ihrem Leben vor allem mit Hilfe anderer geschafft hat. Sie habe viel Hilfe gehabt, als ihre vier Kinder noch klein waren. „Ich war immer berufstätig, und ohne Hilfe wär das gar nicht gegangen.“ Vor allem habe sie Unterstützung von anderen Frauen bekommen, mit denen sie „Kooperationen“ eingegangen ist, wie sie das nennt: Sie habe anderen Frauen geholfen, wenn deren Kinder Schwierigkeiten beim Lernen hatten. Dafür waren diese Frauen gerne bereit, ihre Kinder an Nachmittagen mit zu beaufsichtigen.

Bis heute sei Frau Brandl-Berger froh, dass sie so positiv zum Leben eingestellt sei, denn das sei nicht selbstverständlich. „Oft denk ich mir, dass das, was sich in der Welt und der Gesellschaft tut, das alles könnte mutlos und depressiv machen. Aber ich bleibe positiv. Ich bin oft selber überrascht, dass ich eine Kämpferin bleib“.

Hoffnung braucht ein Ja!

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