Die größte Katastrophe ist das Vergessen

Hungersnot in Ostafrika – Wir dürfen nicht wegsehen

Es sind vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte auf der ganzen Welt, die so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Sie sind verheerend für die Betroffenen.

24.07.2017
Banner - Frau mit Baby - Text: Vergessene Katastrophen

­Es sind vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte auf der ganzen Welt, die so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Sie finden in den Medien kaum Erwähnung und aufgrund der fehlenden Berichterstattung geraten sie weltweit in Vergessenheit. - Blicken wir deshalb auf die Menschen in Ostafrika. Dort droht die größte humanitäre Katastrophe seit der Gründung der Vereinten Nationen. Mehr als 20 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht.

Hunger in Ostafrika - Dürre, Krieg und Flucht

«Rund 20 Millionen Menschen in den vier Krisenstaaten Nigeria, Südsudan, Jemen und Somalia droht der Hungertod.» Diese eindringliche Warnung brachte Uno-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien im Frühjahr vor die internationale Gemeinschaft. Obwohl es eine humanitäre Katastrophe von gewaltigem Ausmaß ist, nimmt die Öffentlichkeit davon nur am Rande Notiz. Wie so oft, trifft es die Ärmsten der Armen besonders hart: die Kranken, die Alten und die Kinder. Zudem erschweren militärische Konflikte die Hilfe und verschärfen die Situation der notleidenden Menschen zusätzlich.

Zahlen und Fakten

Somalia 6,7 Millionen Somalis sind aktuell auf Überlebenshilfe angewiesen. Über 360.000 Kinder sind mangelernährt und vom Hungertod bedroht. Über eine Million Somalis wurden bislang von der Dürre und dem Krieg im Land vertrieben.

Südsudan 5,5 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, davon leiden etwa eine Million extremen Hunger. Der Bürgerkrieg im Land hat rund 1,7 Millionen zu Binnenflüchtlingen gemacht, 1,9 Millionen Südsudanesen sind in die Nachbarländer geflohen.

Äthiopien Rund 5,6 Millionen Menschen sind hier von der Dürre betroffen und bedürfen akuter Hilfe. Weitere 7,6 Millionen werden permanent vom Staat unterstützt. Zudem beherbergt Äthiopien über 800.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern, vor allem aus Somalia und dem Südsudan.

Kenia Die Regierung hat im Februar dieses Jahres den Notstand erklärt. Tausende von Tieren sind bereits verendet, 2,7 Millionen Menschen leiden an Hunger, mehr als 357.000 Kinder sind stark unterernährt und drohen zu verhungern.

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