Hungersnot in Somalia, Äthiopien, Südsudan, Kenia

Hunger

Die großen Katastrophen kommen mit Ansage. Viele sich anbahnende Katastrophen sind verhinderbar.

18.03.2017
ausgetrocknete Erde
Lang anhaltende Dürre verursacht neuerliche Hungerkatastrophe in Ostafrika (Foto: Brot für die Welt)

Die großen Katastrophen kommen mit Ansage. Viele sich anbahnende Katastrophen sind verhinderbar und treten doch ein. Erinnern wir uns an das Jahr 2015. Die UNO hat gewarnt, dass ihre Nahrungsmittelprogramme rund um Syrien nicht finanziert seien. Und doch gaben sich alle überrascht vom Ausmaß der Flüchtenden. Dass Hunger die Menschen in die Flucht schlägt, das wissen wir, seit der Ahnvater Abraham mit Sara vor der großen Hungersnot nach Ägypten geflohen ist. Die Ohren blieben verschlossen, wie die Herzen und Geldbeutel der satten Nationen des Nordens.

Die UNO hat gewarnt, dass ihre Nahrungsmittelprogramme rund um Syrien nicht finanziert seien. Und doch gaben sich alle überrascht vom Ausmaß der Flüchtenden.

Aus der Bibel wissen wir auch, wie vernünftig auf sich anbahnende Katastrophen reagiert werden kann. Josef, der Sohn Jakobs, wusste den Traum des Pharaos von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen, die die sieben fetten auffraßen, zu deuten. Er legte Speicher an und sammelte Vorräte, um in den Jahren der Dürre helfen zu können.

Seit mehr als einem Jahr warnen Hilfsorganisationen vor einer neuerlichen Hungerkatastrophe in Ostafrika, verursacht durch eine lang anhaltende Dürre, explodierende Lebensmittelpreise und kriegerische Auseinandersetzungen. Schon jetzt sind im Südsudan fünf Millionen Menschen und in Somalia drei Millionen von Nahrungsmittelhilfe abhängig.

Doch wieder ist die Hilfe unterfinanziert. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die satten Staaten der Welt von Josef und aus den letzten angesagten Katastrophen gelernt haben. Dafür lohnt es sich zu beten.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".

Hungersnot in Ostafrika

In weiten Teilen Afrikas herrscht aktuell die größte Dürre seit 35 Jahren. Die extremen Wetterlagen sind dabei in Afrika sehr unterschiedlich: Während in einigen Regionen die extreme Dürre den Boden verdorren lässt, kommt es in anderen Teilen zu sintflutartigen Regenfällen. Hinzu kommen gewaltsame Konflikte in Ländern wie Südsudan und Somalia, die hunderttausende Menschen zur Flucht zwingen. Nach aktuellen Schätzungen der Vereinten Nationen sind über 50 Millionen Menschen von Hunger und Mangelernährung bedroht. In Teilen Südsudans wurde Hungernotstand ausgerufen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet eng mit lokalen Partnern des ACT Alliance Hilfsnetzwerkes zusammen und unterstützt die Menschen in der Region. So hilft die Diakonie!