Hörtipp: Gedanken für den Tag

Humanitäre Hilfe - Berichte aus Syrien, der Türkei, dem Irak und Griechenland

Morgen Freitag, dem 19. August, ist der Welttag der humanitären Hilfe. In kurzen 4-minütigen Radiobeiträgen berichtet Diakonie-Direktor Michael Chalupka über die Hilfsprogramme der Diakonie Katastrophenhilfe.

17.08.2016
Ein Flüchtlingslager im Nordsyrien: eine Mutter hält ihre Tochter im Arm (Bild: Christoph Püschner/DKH)
Rihan mit ihrer Nichte Mavin. Beide stammen aus der syrischen Stadt Al-Hasaka in Nordsyrien. Seit ihrer Flucht leben sie im Flüchtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Rihan und Mavin nicht vergessen! (Bild: Christoph Püschner/DKH)

Der "Welttag der humanitären Hilfe"  ist ein Aktionstag der UNO, der jedes Jahr begangen wird, um an Betroffene und HelferInnen in Krisenregionen weltweit zu erinnern. Und er ist heute wichtiger als jemals zuvor. 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und auf das Notwendigste angewiesen. Oder in anderen Worten: Jeder 113. Mensch ist Flüchtling, Binnenvertriebener oder sucht Asyl - laut UNHCR ein noch nie dagewesener Höchststand.

Aufruf und Appelle zum Internationalen Tag der Humanitären Hilfe

„Doch wir dürfen vor dem Hintergrund der schlimmen Schlagzeilen nicht die einzelnen Menschen vergessen, die das Kriegsunheil täglich trifft. Denn die größte Katastrophe ist das Vergessen!“,  erinnert Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Es sind vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte, deren Folgen verheerend sind. Allein der Krieg in Syrien und die Auseinandersetzungen im Irak haben haben 15 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Seit mehr als fünfeinhalb Jahren kommt die Region nicht mehr zu Ruhe.

Wir dürfen vor dem Hintergrund der schlimmen Schlagzeilen nicht die einzelnen Menschen vergessen, die das Kriegsunheil täglich trifft. Denn die größte Katastrophe ist das Vergessen!
Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich

Wie wirkt humanitäre Hilfe?

Im Frühjahr 2012 – wenige Monate nach Beginn des Krieges in Syrien - startete die Diakonie Katastrophenhilfe ein Hilfsprogramm für Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden oder in den Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Türkei und Irak Schutz suchen.

Beginnend mit 16. August schildert Diakonie-Direktor Michael Chalupka eine Woche lang jeden Tag für die Ö1-Sendung "Gedanken für den Tag" von Begegnungen mit Menschen in Not und wie die Diakonie sich mit ihren internationalen Partnern für sie einsetzt. Die Reise führt über Syrien, Nordirak, in die Türkei bis nach Griechenland.

Nehmt euch vier Minuten Zeit und klickt euch in die Beiträge rein:

Syrien - medizinische Versorgung

Jährlich sterben in Syrien schätzungsweise genauso viele Menschen an nicht behandelten chronischen Krankheiten wie an Kriegsverletzungen. Gemeinsam mit dem lokalen Partnern IOCC/GOPA unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Menschen mit chronischer Erkrankung in Syrien. Über das Netzwerk werden besonders bedürftige Personen identifiziert und mit entsprechenden Medikamenten versorgt. Für Menschen mit Krebserkrankung werden Chemotheraphie-Medikamente, Immunsupressiva und die begleitende Betreuung zur Verfügung gestellt.

Nordirak - Neuanfang im Gemeindezentrum

In den Städten Bazyan und Bainjan (Provinz Suleimaniyah) wurden in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner zwei Gemeindezentren eröffnet, ein drittes, im Zentrum der Stadt Suleimaniyah, wird momentan eingerichtet. Die Gemeindezentren bieten u.a. psychosoziale oder weiterbildende Aktivitäten an.

Türkei - Nothilfe für Flüchtlinge

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt syrische Flüchtlinge außerhalb der Camps in der Türkei, in Jordanien, im Libanon und im Irak die in Gastfamilien leben, mit ausreichend Nahrung und Bedarfsgegenständen des täglichen Gebrauchs zu versorgen und ihre Lebenssituation zu verbessern.

Griechenland - Nothilfe auf griechischen Inseln

Inmitten der ohnehin schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Krise in Griechenland ist das Land mit der aktuellen Flüchtlingssituation vor eine große Herausforderung gestellt.Das "Schließen" der Balkanroute führte ab Anfang März zu einem Rückstau beginnend an der griechisch-mazedonischen Grenze. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe daran ihre schwierige Lebenssituationen zu verbessern und hilft bei der Versorgung mit dem Nötigsten.

Syrien: Ein Kleinkind blickt in die Kamera (Foto: Ben Nausner/Diakonie Katastrophenhilfe)
Mit der Untersuchung und Betreuung von schwangeren Frauen, Müttern mit Säuglingen und Kleinkindern helfen die lokalen Partner der Diakonie Mangelernährung zu verhindern. (Foto: Ben Nausner/DKH)

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen auf Spenden angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit in Syrien und dem Irak

IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 (Erste Bank)
BIC: GIBAATWWXXX
Spenden-Kennwort: „Syrien/Irak Nothilfe“