Zivildienst in der Diakonie

Hoffnungsträger im Interview

Zivildienst im Kindergarten? Clemens und Benjamin erzählen im Interview, warum die Arbeit mit Kindern nicht nur Spaß macht, sondern auch eine Herausforderung ist.

08.02.2016

Clemens und Benjamin unterstützen seit September das Team der Diakonie Kindergärten in der Hamburgerstraße, Donaustadt, Floridsdorf und Gumpendorf. Ich habe die beiden jungen Männer getroffen und sie über ihre Erfahrungen ausgefragt:

Warum habt ihr euch für den Zivildienst entschieden?

Clemens: „Ich kann kein Blut sehen, ich lehne Waffen ab und möchte mich nicht anschreien lassen. Deswegen habe ich mich für den Zivildienst entschieden. Und ich wollte Erfahrung in der Arbeit mit Kindern sammeln.“

Benjamin: „Als ich mit der Schule fertig war, habe ich mir die Zivildienststellen angeschaut und mir gedacht, dass es mir gefallen würde, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten.“

Zivildiener Clemens und Benjamin im Kindergarten
Die Zivildiener Clemens und Benjamin unterstützen seit September das Team der Diakonie Kindergärten in der Hamburgerstraße, Donaustadt, Floridsdorf und Gumpendorf.

Was gefällt dir an deiner Arbeit Benjamin?

Benjamin: „Es ist schön mit den Kindern zusammenzuarbeiten. Auch wenn es manchmal schwierige Situationen gibt, am Ende des Tages macht es Spaß.“

Würdest du dich noch einmal für den Zivildienst entscheiden Clemens? Was hast du für Aufgaben im Kindergarten?

Clemens: „Ja, auf jeden Fall! Meine Aufgaben sind vielfältig: spielen, Gartenarbeit, Rasen mähen, Laub zusammenrechen, die Gruppe bei Ausflügen begleiten, fürs Laternenfest Lieder erkunden, kleinere Instandhaltungsarbeiten und administrative Tätigkeiten, in der Küche mithelfen, Einkäufe erledigen usw.“

Kannst du uns von einem Erlebnis berichten, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Clemens: „Die ersten zwei Wochen war ich K.O. – ich bin mehr gelaufen, als das ganze Jahr. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass die Kinder laut sind. Ich werde inzwischen gut von den Kindern angenommen und respektiert.“

Was macht euch Spaß bei der Arbeit?

Clemens: „Lustig ist der ganze Tag. Ich komme in der Früh in den Kindergarten und es macht einfach Spaß. Es gibt immer was zum Lachen“
Benjamin: „Es ist schön, zu den Kindern einen Zugang aufzubauen und so zu wissen, dass sie mich akzeptieren. Wenn es auf die sportliche Aktivitäten ankommt, ist sicher toll für die Kinder, dass ein Mann auch dabei ist, der mit ihnen Fußball spielen kann.“

Was habt ihr bis jetzt dazu gelernt?

Benjamin: „Bei den älteren Vorschulkindern im Hort ist es mir nicht immer leicht gefallen, einen Zugang zu finden. Es wird aber immer besser.“

Clemens: „Ich habe gelernt mit den Kindern zu kommunizieren. Im Kindergarten in Floridsdorf haben 50% der Kinder einen Migrationshintergrund. Es gibt ein Mädchen, das kein Deutsch spricht. Die Kommunikation ist nicht einfach, ein Kind übersetzt für mich. Also es gibt auch ein paar Herausforderungen die man bewältigen muss.“

Danke für das Interview!

Du interessierst dich für den Zivildienst bei der Diakonie?

Österreichweit beschäftigt die Diakonie derzeit rund 200 Zivildiener! Du interessierst dich für unsere Arbeit? Informiere dich hier auf unserer Webseite oder schreib uns eine E-Mail an zivildienst@diakonie.at

Tipp: Erfahre mehr über die Erfahrungen unserer Zivildiener in unserer Blog-Serie „Hoffnungsträger in Zivil“