Sieben Jahre Krieg in Syrien

Hoffnung auf Neuanfang

Der seit sieben Jahren andauernde Syrienkrieg gehört zu den größten und auch schwierigsten Krisen unserer Zeit. Aktuell berichten Medien erneut von schlimmen Kämpfen. - Und trotzdem gibt es Orte, wo Menschen zurückkehren, und einen Neubeginn wagen. Dabei bekommen sie Hilfe.

14.03.2018

Abertausende Familien mussten in den letzten Jahren ihre Häuser verlassen, weil ihre Kleinstädte im Kampf zwischen Rebellen und Regierung beschossen wurden. So erging es beispielsweise den Menschen aus den Städten Mhardeh und Sqelbiyah im ländlichen Hama: Die beiden Kleinstädte wurden in 2017 hunderte Male vom sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) attackiert. Tausende Familien verließen ihre beschädigten Häuser und flohen in benachbarte Städte.

Inzwischen wurde der IS aus der Region vertrieben und viele Familien sind nach Mhardeh und Sqelbiyah zurückgekehrt. Doch die Häuser der Menschen sind teilweise so schwer beschädigt, dass sie weder ein notwendiges Obdach noch Schutz bieten. Viele Familien sind nicht in der Lage, die nötigen Rohstoffe zu finanzieren, um ihre Häuser notdürftig bewohnbar zu machen.

Die Diakonie unterstützt die Menschen bei ihrem Neuanfang.

Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen startet die Diakonie Katastrophenhilfe 2018 ein neues Hilfsprogramm, das Familien dabei unterstützt, ihre zerstörten Häuser wieder notdürftig bewohnbar zu machen.

Familie Abdullah Granateneinschlag Foto Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Die gehbehinderte Tochter der Familie Abdullah überlebte wie durch ein Wunder den Einschlag einer Granate in ihr Wohnhaus. (Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe)
Der größte Wunsch vieler Familien ist, in den Heimatort zurückzukehren. Ein sicherer Ort zum Leben ist die Basis für einen Neuanfang.
Teresa Mayr, Projektkoordinatorin der Diakonie Katastrophenhilfe

Die Hilfe geht vor allem an bedürftige Familien mit Kindern, Haushalte mit geringem Einkommen oder alte Menschen, die bislang keinerlei Hilfe und Unterstützung erhalten haben. So etwa an Familie Abdullah. Am 23.September 2017 schlug eine Mörsergranate in das Wohnhaus. Die gehbehinderte Tochter war zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung. Wie durch ein Wunder hat sie den Granateneinschlag überlebt. Mit der Unterstützung der Diakonie und unter Begleitung von Bauexperten der lokalen Partnerorganisation werden nun die gröbsten Schäden behoben.

Erste Häuser werden in Homs instandgesetzt Foto Christoph Prüschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Beschädigte Wohnungen in Homs werden renoviert (Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe)
Vater und Sohn vor ausgebranntem Haus in Khan Jouz Foto Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe
Die Familie kehrt zurück in die ausgebrannte Ruine ihres zerstörten Wohnhauses. (Foto: Christoph Püschner/Diakonie Katastrophenhilfe)

Wie hilft die Diakonie Katastrophenhilfe in Syrien?

Wie überall auf der Welt arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe auch in Syrien mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Diese kennen das Land, die Sprache und die Kultur und können sich viel besser an ein sich täglich änderndes Konfliktfeld anpassen, als aus dem Ausland entsandte Mitarbeiter*innen.

Unser Partnernetzwerk in Syrien

Unsere beiden Partnerorganisationen* arbeiten seit sieben Jahren vor Ort zusammen. So konnten wichtige fachliche Kompetenzen aufgebaut werden.
Im Syrien-Konflikt ist das besonders wichtig, da es unzählige Konfliktparteien und ständig wechselnde Konfliktlinien gibt. Das führt dazu, dass Menschen teilweise mehrfach vertrieben werden.

Über das Partnernetzwerk ist die Diakonie Katastrophenhilfe in der Lage, die Arbeit täglich an neue Bedingungen und Herausforderungen anzupassen.

(* IOCC (International Orthodox Christian Charity) und GOPA (Greek Orthodox Patriarchate of Antioch and all the East))

Helfen Sie uns helfen!

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