Von Gott und der Welt

Himmelssterne

Es kommt die Zeit in der die Sterne vom Himmel herabsteigen und sich auf Erden materialisieren.

10.12.2016
Zimtsterne

Zimt ist ja ein wahres Wundermittel. Schon Mose bekam von Gott den Auftrag heiliges Salböl aus Myrre, Zimt und Zimtkassie herzustellen. Von alters her wusste man, um die Heilkraft der Zimtrinde.

„Zimt kann die Blutzuckerwerte und den Cholesterinspiegel senken. Gleichzeitig kurbelt Zimt als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an, was hilfreich sein kann, wenn man Gewicht verlieren will.“, kann man lesen.

Zimtsterne machen also schlank. Zugleich war Zimt immer ein teures Handelsgut. Arabische Händler belieferten Griechen und Römer schon in der Antike mit dem begehrten Gewürz. Zimt war eine Kostbarkeit. Der reiche Bankier Jakob Fugger verbrannte angeblich 1530 die Schuldscheine Kaiser Karls V. in einem Feuer aus Zimtrinde, dass er entfachte hatte, um ihn zu wärmen, und ihm seinen unermesslichen Reichtum zu zeigen. Und es wurden blutige Kriege geführt, um Zimtanbau und –handel unter Kontrolle zu bringen. Portugiesen, Holländer und schließlich die Engländer besetzten Sri Lanka und beuteten die Insel an der Südspitze Indiens aus.

Heutzutage haben wir zumindest die Möglichkeit Fairtrade-Zimt aus Sri Lanka beziehen. Damit zahlen wir den Kleinbauern einen fairen Preis und sichern ihr Überleben, und der Genuss der himmlischen Sterne ist immer noch, um vieles billiger als zu Jakob Fuggers Zeiten. 

„Von Gott und der Welt"

Die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der Kronenzeitung