25 Jahre Assistenz von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen

Hilfe in der Schule und im pädagogischen Alltag

Vor 25 Jahren war es noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen in ihrem Schulsprengel am Unterricht teilnehmen konnten. Oft mussten sie sich sogar von ihrer Familie trennen und im Internat wohnen, weil sie nur spezielle Schulen besuchen konnten.

06.12.2015
Schulassistentin mit 2 Kindern bei der Arbeit

Jonas rollt ganz schön schnell in seinem Rollstuhl über den Flur der Schule. Wie seine Schulkollegen aus der Nachbarschaft freut ihn das Lernen manchmal mehr, manchmal weniger. „Hier treffe ich meine Freunde und es ist schön, dazuzugehören.“

Die Assistenz für SchülerInnen ermöglicht Kindern mit Beeinträchtigung den Besuch der Schule in ihrer Wohngemeinde. AssistentInnen helfen bei Tätigkeiten, die SchülerInnen aufgrund ihrer Beeinträchtigung nicht ohne Hilfe ausführen können. Die Tätigkeiten reichen von pflegerisch-helfend, wie An- und Ausziehen, Hilfestellung beim Essen usw. im Schwerstbehindertenbereich bis hin zum Erstellen von Mitschriften für körperlich beeinträchtigte SchülerInnen in der Oberstufe.

Im Diakonie Zentrum Spattstraße arbeiten derzeit 513 AssistentInnen (großteils Frauen) an 313 Schulen in ganz Oberösterreich. Sie betreuen mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche. Neben persönlicher Reife erfordert der Beruf der Assistenz besonders viel Aufmerksamkeit, Verständnis und Geduld. Jede Assistentin kennt Situationen, in denen immer wieder auf die vorgegebenen Aufgaben hingewiesen wird, wo von vorne begonnen wird und wo Rückschläge weggesteckt und Tränen der Frustration getrocknet werden. Jeder noch so kleine Erfolg bedeutet dann Fortschritt und wird gefeiert wie ein großer Sieg.