Von Gott und der Welt

Haiti – 5 Jahre danach

Katastrophen kommen über die Menschen, wie der Blitz aus heiterem Himmel. Plötzlich werden Existenzen vernichtet, Häuser fallen in sich zusammen, Panik greift um sich und die Bilder der Katastrophe gehen um die Welt. So geschehen im Jänner vor fünf Jahren als ein Erdbeben Haiti fast völlig zerstörte.

17.01.2015
  • Zwei Jugendliche in Haiti (Foto: Tommy Ramm)
    Der Wiederaufbau in Haiti wird von der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt (Foto: Tommy Ramm)
  • Eine Wasserstation der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti. (©Thomas Lohnes/DKH)
    Früher mussten die Bürger von Bainet Trinkwasser aus dem Fluss schöpfen, heute füllen sie ihre Kanister an der Wasserstation der Diakonie Katastrophenhilfe. (©Thomas Lohnes/DKH)
  • Wiederaufbau in Haiti (Foto ©Oliver Reinhardt)
    Mit Cash-for-Work Programmen unterstützte die Diakonie Katastrophenhilfe die unmittelbaren Aufräum- und Bauarbeiten nach dem Erdbeben auf Haiti. ©Oliver Reinhardt
  • Eine Frau hält ein Huhn in die Kamera. ©Thomas Lohnes/DKH
    Mit Programmen zur Stärkung der Landwirtschaft und Viehzucht wurde die lokale Bevölkerung unterstützt. Im Hintergrund ein von der Diakonie Katastrophenhilfe aufgebautes Haus. ©Thomas Lohnes/DKH

In den Wochen danach versuchte die Welt zu helfen, so rasche es ging, solange die Mittel reichten, denn Katastrophen verschwinden schnell aus den Medien, aber ihre Folgen lasten lang auf den Bewohnern der Insel.

Hilfe braucht einen langen Atem. Zum Jahrestag des Erdbebens in Haiti berichtet die Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Lassmann, ist es gelungen, dass fast alle, in den Gebieten in denen die Diakonie tätig ist, ein festgebautes Haus und Dach über dem Kopf bewohnen können. Doch mit der einmaligen Katastrophe war es nicht getan.

Hilfe braucht einen langen Atem.

„Zusätzlich zu den erschwerten Lebensbedingungen und dem Leid, das die Menschen in Haiti durch das Beben erleben mussten, haben allerdings in den letzten Jahren zwei weitere Katastrophen das Land erfasst“, so Lassmann. Eine Choleraepidemie, die einige Monate nach dem Beben bis zu 700.000 Menschen infizierte, und bei der mehr als 8.000 Erkrankte ihr Leben verloren. Im Jahr 2012 traf außerdem Hurrikan Sandy auf Haiti. Deshalb werde jetzt verstärkt an der Katastrophenvorsorge gearbeitet. Auch fünf Jahre danach ist Hilfe für Haiti dringend nötig. (www.diakonie-katastrophenhilfe.at)

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".