Von Gott und der Welt

Gott loben im Burgenland

Es tut sich was im Burgenland. Weltoffenheit soll geübt, Menschlichkeit gelebt und der Wert der Vielfalt entdeckt werden, so beschreibt die Evangelische Pfarrerin von Oberwart Sieglinde Pfänder das Diakonie-Forum, das in dieser Woche eröffnet wurde.

06.06.2015
Publikum bei einer Veranstaltung im Diakonie Forum Oberwart

Mitten in der Stadt gelegen soll es ein Begegnungszentrum werden für Menschen, die nach Österreich geflüchtet sind und hier Schutz gefunden haben und Burgenländerinnen und Burgenländer. Geplant sind eine Frauenkaffee, eine Kleiderausgabe, die von Anfang an dank der unzähligen Spenden aus allen burgenländischen Pfarrgemeinden gut bestückt ist, sowie die Sozialberatung.

In diesem Forum arbeiten jetzt schon viele Ehrenamtliche mit. Deutschkurse soll es geben, aber auch Sprachtandems, bei denen einer die Sprache der anderen lernen kann. Das Projekt ist auf Gegenseitigkeit aufgebaut. Unter den Ehrenamtlichen finden sich auch Asylwerber, die freiwillig mithelfen, bei der Kleiderausgabe oder als Übersetzer. Sie wollen etwas sinnvolles für die Gemeinschaft tun, denn arbeiten dürfen sie ja nicht.

Es scheint eine ganz einfache Sache zu sein, die da in Oberwart geschieht, Menschen zum Reden zu bringen, Menschen, die einander helfen und beistehen, wo es nötig ist. Doch für Christen ist es mehr. Es ist ihre Art ihren Glauben ernst zu nehmen und Gottesdienst zu feiern. Hat doch der Apostel Paulus geschrieben: Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

„Von Gott und der Welt", die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der Kronenzeitung.