Freiwillige HelferInnen für Flüchtlinge

„Gemeinsames Lernen macht einfach mehr Spaß!“

Ahmed und Walter engagieren sich ehrenamtlich als Lernbetreuer für Flüchtlinge. Zweimal in der Woche wird in der „Basis Zinnergasse“, der ältesten Flüchtlingssiedlung in Wien, gemeinsam gelernt und gelacht.

16.11.2015
Die ehrenamtlichen Lernbetreuer Walter und Ahmed
Ahmed und Walter engagieren sich ehrenamtlich als Lernbetreuer für Flüchtlinge.

Montag und Mittwoch heißt es in der „Basis Zinnergasse“: Zeit für die Lerngruppe. Jeweils drei Stunden treffen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um gemeinsam mit Unterstützung von Diakonie-Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen in kleinen Gruppen für die Schule oder den Deutschkurs zu lernen. Der Einsatz von freiwilligen HelferInnen ist dabei eine große Stütze. Walter Sinkovc und Ahmed Ellaithy sind zwei dieser Ehrenamtlichen, die ihre Zeit spenden, um Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen.

Man gibt etwas und bekommt auch etwas zurück.

Walter ist seit April dabei. Er hat über die evangelische Pfarre in Simmering von der Lerngruppe erfahren. Die Vikarin hat ihm von der „Basis Zinnergasse“ erzählt. „Wir machen gemeinsam die Hausaufgaben und manchmal wird auch gemeinsam gespielt“, schildert Walter den Alltag in der Lerngruppe. „Man braucht keine speziellen Vorkenntnisse, um helfen zu können. Man gibt etwas und bekommt auch etwas zurück.“

Ahmed hat von seiner Frau erfahren, dass der Diakonie Flüchtlingsdienst ehrenamtliche HelferInnen sucht. Der gebürtige Ägypter hat in Kairo Deutsch studiert, war lange Zeit im Tourismus tätig und ist seit 2011 in Österreich. „Ich finde es ganz toll hier. Die Kinder wollen etwas lernen. Es macht Spaß und es ist eine gute Erfahrung.“ Ahmed ist nicht nur Lernbetreuer, er hilft auch ehrenamtlich als Dolmetscher. Jeden Donnerstag unterstützt er die Diakonie-MitarbeiterInnen in der Sozialberatungen. „Ich übersetze bei Beratungsgesprächen, wenn es beispielsweise um Behördenangelegenheiten geht. Ich lerne hier auch immer sehr viel.“

Ihr Engagement haben weder Walter noch Ahmed keine Minute lang bereut. Inzwischen sind sie fixer Teil der Gemeinschaft. „Wenn man die Leute auf der Straße sieht, wird man schon von der Ferne gegrüßt“, erzählen die Ehrenamtlichen. „Am schönsten ist für mich, erzählt Ahmed, „wenn man die Kinder draußen trifft und sie einen anstrahlen.“ Und Walter ergänzt: „Man spürt, man ist herzlich willkommen.“

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