Austausch bei Speis und Trank in der Frauenberatungsstelle für Frauen mit Fluchterfahrung

Gemeinsam Kochen und Essen

Deutschlernen und Üben funktioniert am besten im persönlichen Gespräch. Und noch besser bei Tisch.

06.12.2017
Frauen beim kochen
Beim 2.FrauenKochen stand letzte Woche afghanisch Essen auf dem Programm.

Zentrales Thema in den Beratungen in der Frauenberatungsstelle des Diakonie Flüchtlingsdienst ist immer der Spracherwerb. "Und das Deutschlernen funktioniert am besten im persönlichen Gespräch", betonen alle Beraterinnen.

Deshalb gibt es in der Frauenberatungsstelle jeden Donnerstag ein  sogenanntes „FrauenCafé“. Das ist ein freier Rahmen, wo ein Üben der deutschen Sprache möglich ist. Hier lernen Flüchtlingsfrauen ÖsterreicherInnen kennen, vernetzen sich und verbessern ihr Deutsch.

Afghanisch kochen und essen

Beim 2.FrauenKochen stand letzte Woche afghanisch Essen auf dem Programm. - Die Flüchtlingsfrauen, die einen halben Tag gemeinsam gekocht hatten, saßen mit Österreicherinnen an einem großen Tisch. Es war ein großes Verkosten von gefüllten Fladen, Salaten und Reis mit Rosinen.  Dabei gelang ein guter Austausch von Erfahrungen in entspannter Atmosphäre. „Die Frauen sprechen über den Umgang mit Kindern, hier und in ihren Herkunftsländern. Und es war nett zu sehen, wie diese zwischen den Frauen herumliefen und spielten.

„Bei den Flüchtlingsfrauen besteht ein großes Interesse daran, wie wir in Österreich leben. Aber es ist für Ausländerinnen nicht leicht Österreicherinnen kennen zu lernen“, berichtet die Leiterin der Beratungsstelle für Flüchtlingsfrauen Birgit Koller. Ein Grund: Es gibt sehr wenige Möglichkeiten für Flüchtlingsfrauen, Österreicherinnen zu treffen.

Das gleiche – das war beim Austausch letzte Woche deutlich zu sehen -  gilt aber auch für die Österreicherinnen. Auch sie sind an den Kulturen der Asylsuchenden interessiert und freuen sich über diesen unkomplizierten Kontakt.

„Frauen Kochen bietet für Asylwerberinnen und Österreicherinnen einen Platz um sich zu treffen, zu plaudern und ihre Erfahrungen auszutauschen“, weiß Koller und freut sich auf ein nächstes Zusammentreffen in einem der wöchentlichen Cafes.

Wenn Sie gerne mit Flüchtlingsfrauen in Kontakt kommen möchten kommen Sie zu einem unserer wöchentlichen Cafés

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme in der Frauenberatungsstelle

Logo für die Serie #OrtDerHoffnung
Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.

Über die Serie #OrtDerHoffnung

Angst, Neid, Wut und Misstrauen sind die Schlüsselbegriffe, die die derzeitigen öffentlichen Debatten regieren. Wir brauchen eine gesellschaftliche Kraftanstrengung, die den Zusammenhalt in den Vordergrund stellt und nicht den Neid und das gegenseitige Ausspielen von ohnehin benachteiligten Gruppen in der Gesellschaft.

Die Arbeit der Diakonie besteht darin, Angst zu nehmen und Hoffnung zu geben; der Abwertung von Menschen entgegen zu treten und ihre Würde zu bewahren. Mit der Social-Media-Serie #OrtDerHoffnung macht die Diakonie auf Menschen und Projekte aufmerksam, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern und weiterentwickeln.