Von Gott und der Welt

Geld, das nicht stinkt

Wer die Welt zum Besseren wenden will, der kann sich ehrenamtlich engagieren, kann spenden, oder aber er kann sein Geld herborgen und bekommt es, wenn er es selber braucht auch sicher wieder zurück.

18.09.2015
Frau aus Äthiopien mit Gießkanne

Während das Geld verliehen ist arbeitet es, mit Hilfe des Geldes werden Kakaobäuerinnen in Ghana unterstützt, um ihre Schokolade direkt auf dem Weltmarkt zu verkaufen oder es wird Gemüsehändlerinnen ermöglicht eine eigene Markthalle zu errichten.

Die Ökumenische Initiative OIKOCREDIT, die vor 40 Jahren in den Niederlanden gegründet wurde und dieser Tage auch in Österreich ihren 25 Geburtstag feierte, macht es möglich. Sie vergibt in Ländern des Südens Micro-Kredite zu fairen Konditionen an einkommensschwache Menschen, die normalerweise keinen Zugang zu regulären Bankkrediten haben.

OIKOCREDIT fördert bewusst Frauen: Entwicklungszusammenarbeit, die sich besonders an Frauen wendet, erreicht mehr: mehr Menschen und eine größere Wirkung. Untersuchungen haben bestätigt, dass es positive Auswirkungen auf die Ernährung der Kinder, Gesundheit, Bildung und das allgemeine Wohl der Familie hat, wenn mehr Geld in die Hände von Frauen gelangt. Hilfe die wirkt. Das zeigt sich auch daran, dass kaum Kredite ausfallen. Dass OIKOCREDIT für das geborgte Geld auch Zinsen ausschüttet, die sich derzeit nicht verstecken müssen, ist nur eine angenehme Nebenwirkung der guten Sache, denn diese Gewinne kann man gerne spenden.

„Von Gott und der Welt", die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der Kronenzeitung.