Kampagne gegen #HateSpeech im Netz

#GegenHassImNetz

Aggressive Postings, Cybermobbing und Hass im Netz nehmen in den Social Media-Netzwerken stark zu. Die Initiative #GegenHassimNetz hält dagegen.

28.10.2016

Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, ist tagtäglich damit konfrontiert: Mobbing, Beleidigungen, Lügen oder sogar Hetze. Unter dem Sammelbegriff "Hatespeech" fassen KommunikationsexpertInnen dieses Phänomen zusammen. Digitale Debatten werden immer öfter von Aggression überschattet – sachliche Diskussionen werden so fast unmöglich gemacht.

Martin Schenk, stv. Direktor der Diakonie, unterstützt die Initiative #GegenHassImNetz
Martin Schenk unterstützt die Initiative #GegenHassImNetz (Grafik: BKA/Bundespressedienst / Foto: Diakonie)
Andrea Boxhofer - Initiative #GegenHassImNetz
Andrea Boxhofer ist Geschäftsführerin des Diakonie Zentrum Spattstraße (Grafik: BKA/Bundespressedienst / Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße)
Alexandra Gröller unterstützt die Initiative #GegenHassImNetz
Alexandra Gröller, Geschäftsführerin des Diakonie Flüchtlingsdienstes, unterstützt die Initiative #GegenHassImNetz

Mitte Juli hat die Bundesregierung eine Initiative ins Leben gerufen, um über Hasspostings aufzuklären. An der Kampagne #GegenHassImNetz beteiligen sich bekannte Persönlichkeiten, die mit einem Foto und einem Statement gegen Hass im Netz auftreten. Auch VertreterInnen der Diakonie und der evangelischen Kirche unterstützen die Aktion.

Bischof Bünker unterstützt die Initiative #GegenHassImNetz
Bischof Bünker: "Miteinander reden statt gegeneinander hetzen."
Heinz Wieser engagiert gegen #HassImNetz
Heinz Wieser engagiert gegen #HassImNetz (Grafik: BKA/Bundespressedienst / Foto: Diakonie Zentrum Spattstraße)

Europaweite „No Hate Speech Movement“

Auch auf europäischer Ebene gibt es eine Gegenbewegung. Die Jugendkampagne #NoHateSpeech des Europarates macht seit 2013 gegen Hassrede im Netz mobil. Ziel ist es, Online-Hassreden zu bekämpfen und ihre Verbreitung zu verhindern. Über 40 Länder haben sich 2016 der Initiative angeschlossen. In Österreich startete das Familienministerium im Juni einen Videowettbewerb und bietet Schulungsworkshops an.

Wie erkennt man Hassreden? Wie reagiert man am besten?

Wer Hass im Netzt ausgesetzt ist oder beobachtet, wie andere Menschen belästigt werden, kann etwas tun. Denn es macht rechtlich keinen Unterschied, ob ein Delikt in der realen Welt oder im Internet begangen wird.

Hilfreiche Links zum Thema Hate Speech

  • help.gv.at: Informiert über die rechtlichen Möglichkeiten, wie man gegen Hasspostings vorgehen kann.
  • SOS Mitmensch: Informiert über Meldestellen und Beratungsstellen.
  • No Hate Speech: Zeigt, mit man selbst aktiv werden kann. Zahlreiche Memes und Videos zum Thema Counterspeech.