Von Gott und der Welt

Für unsere Enkel!

Wasserwerfer bei Straßenschlachten, behelmte Polizisten und vermummte Demonstranten sind beim G-20 Gipfel in Hamburg auf der einen Seite zu sehen. Auf der anderen Seite schwer bewachte Politiker von Angela Merkel bis Donald Trump, die einander nicht grün sind, auch wenn sie in die Kamera lächeln.

08.07.2017
Ein Marienkäfer in einer Nahaufnahme (Foto: Pixabay)
Foto: Pixabay

Der Gedanke, das Schicksal der Welt in die Hände einer der beiden Seiten zu legen, ist unangenehm.

Ulrich Kasparik, ehemaliger deutscher Staatssekretär, jetzt evangelischer Landpfarrer in der Uckermark, hat eine Initiative geschaffen, die das Schicksal der Welt in die eigenen Hände nehme will. „Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an“, heißt die Facebook-Gruppe. „Klimawandel und Klimaschutz sind keine Themen der Jugend allein. Denn die Entscheidungen fallen jetzt. Aber die Kinder und Enkel müssen die Folgen tragen.“ Ulrich Kasparik will „Menschen mit Lebenserfahrung, mit Kontakten, mit Zeit und Menschen, die nichts mehr ‚riskieren’, wenn sie den Mund aufmachen“ um sich sammeln.

Klimawandel und Klimaschutz sind keine Themen der Jugend allein. Denn die Entscheidungen fallen jetzt. Aber die Kinder und Enkel müssen die Folgen tragen.
Ulrich Kasparik

Das Ziel der Gruppe ist, schnell aus Kohle, Öl und Gas auszusteigen, denn wenn das nicht gelänge, „werden die Kinder, die in diesem Jahr geboren werden, eine Welt vorfinden, die man niemandem wünschen kann“. Es mag utopisch klingen, das Schicksal der Welt in die eigenen Hände nehmen zu wollen, doch es ist Erfolg versprechender als es einem Treffen wie dem der G-20 in Hamburg zu überlassen.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".