Von Gott und der Welt

Europäische Bürger

Die Krise der Europäischen Union ist abgesagt. Den Eindruck wollte zumindest Jean Claude Juncker bei seiner Rede vor dem Europaparlament in dieser Woche vermitteln. Probleme lassen sich nur gemeinsam lösen.

16.09.2017
Die Flagge der Europäischen Union
Foto: Pixabay

Doch die Skepsis gegenüber den Institutionen der EU bleibt. Kaum einer kennt sich wirklich in Brüssel aus. Viele haben das Gefühl, diesem Gebilde ohnmächtig gegenüber zustehen und keinen Einfluss mehr zu haben. Selbst mitreden und mitentscheiden zu können, ist für eine Demokratie unerlässlich.

An den entscheidenden Wendepunkten Europas gab es immer wieder große ökumenische Versammlungen, um Menschen über Ländergrenzen hinweg zusammenzubringen. Das war 1989 in Basel zu Zeiten der Wende so und auch 1997 in Graz inmitten der Balkankriege.

Die großen Probleme wie der Klimawandel, der demographische Wandel und die Digitalisierung der Arbeitswelt sind nur gemeinsam zu lösen.

Junker hat in einem Punkt Recht. Die großen Probleme wie der Klimawandel, der demographische Wandel und die Digitalisierung der Arbeitswelt sind nur gemeinsam zu lösen, aber nicht von den politischen Eliten allein, dazu braucht es die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Eine weitere ökumenische europäische Versammlung ist in Vorbereitung. Einer ihrer Proponenten, der evangelische Christ und Europaabgeordnete Sven Giegold, wird am 30.09. beim großen Reformationsfest am Rathausplatz in Wien davon erzählen. Die großen Probleme machen Angst. Er will Mut machen. Denn nicht die Angst, sondern nur der Mut bewegt die Welt.

„Von Gott und der Welt“, die Kolumne von Michael Chalupka, erscheint jeden Samstag in der „Krone".

Das Reformationsfest!

Was haben eine Zeitmaschine, eine Trommelgruppe und eine palästinensische Friedensaktivistin gemeinsam? Ganz einfach: Sie alle werden am 30.9. beim großen Reformationsfest am Wiener Rathausplatz für Wirbel sorgen!