Frühförderung durch das Diakonie Zentrum Spattstraße

Ein Kind mit Behinderung - mit einem Schlag ist alles anders

„Wir dachten, der Boden unter unseren Füßen würde uns weggezogen,“ erzählen Thomas und Gerda, Eltern von Daniel, einem Kind mit Cerebralparese. „Anfangs sind alle unsere Gedanken um die Behinderung gekreist: „Warum gerade unser Kind? Haben wir etwas falsch gemacht? Was wird aus ihm, wenn er erwachsen ist? Wie können wir ihn unterstützen? Wo erhalten wir selber Hilfe?“

28.05.2015
Ein Kleinkind in der spielerischen Frühförderung
Frühförderung ist die frühestmögliche, ganzheitliche, spielerische Förderung von Kindern mit Behinderungen

Die Information, ein Kind mit Behinderung zu haben, trifft viele Familien völlig unvorbereitet. Auch Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten bereiten Eltern große Sorgen. Je früher solche Familien Unterstützung erhalten, umso besser. Seit 25 Jahren hilft die mobile Frühförderung des Diakonie Zentrums Spattstraße Familien in dieser schwierigen Lebensphase.

Christine Wegschaider kennt die schwierige Situation, in der sich Eltern befinden. Sie ist Heilpädagogin und Frühförderin und hat im Herbst 2014 die Leitung der Frühförderung im Diakonie Zentrum Spattstraße übernommen. „Die Probleme, mit denen Eltern zu uns kommen, reichen von Entwicklungsverzögerungen über Auffälligkeiten im Sozialverhalten bis hin zu Behinderungen von Kindern. Sie sind häufig verzweifelt und wollen wissen, wie sie ihr Kind bestmöglich unterstützen können. Wir gehen daher ganz individuell auf jedes Kind und jede Familie ein. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist sehr wichtig. Für alle ihre Sorgen und Fragen ist in der Frühförderung Platz.“

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist sehr wichtig. Für alle ihre Sorgen und Fragen ist in der Frühförderung Platz.
Christine Wegschaider, Heilpädagogin und Frühförderin

Thomas und Gerda berichten: „Unsere Frühförderin Christine kam seit dem dritten Lebensmonat einmal in der Woche zu uns nach Hause. Jede Fördereinheit war eine spielerische und erleichternde Zeit für uns. Im Spielen haben wir gut Kontakt mit Daniel aufnehmen können. Langsam haben wir uns als Eltern wieder sicher gefühlt.“

Insgesamt arbeiten 26 Frühförderinnen im Diakonie Zentrum Spattstraße. Sie sind in ganz OÖ unterwegs „Noch nie hatten wir so viele Neuanmeldungen in der Frühförderung wie 2014“ erzählt Wegschaider. Heuer wurden 112 Familien neu in die Betreuung aufgenommen. Insgesamt wurden in den letzten 25 Jahren bisher 1.430 Familien betreut.

Die Frühförderin kommt regelmäßig einmal pro Woche für die Dauer von 90 Minuten zur Familie nach Hause. Das Angebot wird von der Abteilung Soziales des Landes OÖ bewilligt und finanziert. Derzeit gibt es eine Warteliste.

Frühförderung durch das Diakonie Zentrum Spattstraße

Hier gibt es weitere Informationen über die Frühförderungs-Angebote des Diakonie Zentrums Spattstraße.